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Genusspfad : Feines „stop and go“ durch Westerland

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

160 Gäste folgten am Freitag dem „Genusspfad Natürlich Sylt".

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2016 | 17:30 Uhr

Begeisterung ist wohl das Wort, das am besten beschreibt, welchen emotionalen Zustand das Walking Dinner durch Westerland bei den Gästen ausgelöst hat. In sechs gastlichen Häusern wurden die Genusspfad-Läufer mit jeweils zwei Gängen eines Menüs verwöhnt, das sich zum Ziel gesetzt hatte, heimische und regionale Zutaten auf den Teller zu bringen. Und so duften sich die Gäste des Abends gleich zwei Mal über Sylter Muscheln freuen, die in der „Seekiste“ ganz klassisch in Weißwein-Sahne-Tunke serviert wurden und schräg gegenüber im Alten Zollhaus leicht exotisch in Kokos-Currysauce auf den Teller kamen. Typisch Sylt war auch das Lammfleisch aus Keitum, das bei Ivo und Co. in Form von Lammschulter begeisterte, während es in der Alten Friesenstube zu einer Bratwurst verarbeitet wurde.

Dem Lieferanten Kai Petersen vom Gänsehof Keitum schmeckten jedenfalls beide Varianten und auch das warme „Hamburger Rundstück“, das zum Auftakt des kulinarischen Reigens im „Ebbe & Food“ mit geschmorter Ochsenbacke vom seinem Hof serviert wurde, traf ganz seinen Geschmack. Extra aus Lexgaard waren Solveig und Karl-Martin Steensen vom „Ravenshof“ angereist, die sich davon überzeugen wollten, dass ihr Schweinebauch vom Bunten Bentheimer Freilandschwein bei Küchenchef Oliver Bergerhausen in besten Händen war. Konfiert an Honig-Ingwerglace machte dieser eine ziemlich gute Figur neben Karottenpürree und Kartoffelstroh von der Insel.

Dass durchweg alle zwölf Gänge des ungewöhnlichen Dinners - inklusive der Suppe „to go“ - fantastisch schmeckten, davon konnten sich auch die Familien Steinhagen aus Stade und Gaida aus Lübeck überzeugen. Sie genossen als Tischnachbarn in der „Seekiste“ die heimischen Produkte, von deren Vielfalt sie überrascht waren. „Wir kommen schon seit 40 Jahren nach Sylt und staunen, wie viel hier produziert wird und wie erstklassig es verarbeitet wird“, lobten sie die Menüfolge. Neben dem Gedanken der Nachhaltigkeit, begeisterte die Gäste auch die Idee des „Walking Dinners“ an sich, denn wo sonst kann man an einem Abend sechs Restaurants und 13 Gerichte kennen lernen. Daher hielten auch alle Gäste bis zum köstlichen Finale durch, das in der eleganten Bar des Hotel Miramar statt fand. Dort sorgten nicht nur hausgemachtes Erdbeereis und Schokoladenkuchen für ein selig-süßes Ende des Genusspfades, sondern auch ein letztes Gläschen Wein, das auf das Wohl des Winzers Stefan Breuer geleert wurde, dessen Weine aus Rheinhessen den ganzen Abend begleitet hatten.

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