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Therapeuten-Streit auf Sylt : Ex-Kandidatin Gabriele Pauli klagt weiter

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Weil er ihr einen guten Psychotherapeuten empfehlen lassen wollte, wird ein Sylter von Gabriele Pauli verklagt.

von
erstellt am 19.Jan.2016 | 18:42 Uhr

Sylt | Der Rechtsstreit zwischen Gabriele Pauli, der ehemaligen Kandidatin für den Posten der Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt, und dem Sylter Politiker Gerd Nielsen geht voraussichtlich in eine neue Runde. SPD-Fraktionschef Nielsen bestätigte gegenüber der Sylter Rundschau, vom Oberlandesgericht (OLG) Schleswig die Ankündigung für eine Berufungsverhandlung erhalten zu haben. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest, so Nielsen. Zunächst sei den Anwälten von Pauli eine Frist von vier Wochen eingeräumt worden, um die Berufung vor dem nächsthöheren Gericht zu begründen. „Ich bin zwar etwas überrascht. Ich dachte eigentlich, die Sache wäre mit dem Flensburger Urteil vom Tisch“, erklärte der SPD-Gemeindevertreter. „Aber ich sehe der ganzen Sache weiter sehr gelassen entgegen.“

Anlass des erneuten Verfahrens ist ein Ausspruch von Nielsen nach der Wahlniederlage der Bürgermeister-Kandidatin Anfang vergangenen Jahres. „Vielleicht sollte man Frau Pauli mal einen guten Psychotherapeuten empfehlen“ sagte der Politiker damals gegenüber der Sylter Rundschau. Die ehemalige „CSU-Rebellin“ Pauli hatte daraufhin auf Unterlassung dieser Äußerung geklagt. Das Landgericht Flensburg wies ihre Klage jedoch mit der Begründung ab, das Recht auf freie Meinungsäußerung stehe in diesem Fall über dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht. In Wahlkampfzeiten sei es erlaubt, scharfe und pointierte Meinungsäußerungen vorzunehmen.

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