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Sylter Energieversorger vor dem Wandel : EVS-Verwaltungsgebäude wird saniert

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Firmensitz des Energieversorgers soll erweitert werden, die historische Bausubstanz dabei aber erhalten werden.

Der Aufsichtsrat der Energieversorgung Sylt GmbH (EVS) hat den Beschluss zum Erhalt und der Sanierung des EVS-Verwaltungsgebäudes in der Friesischen Straße in Westerland gefasst. Im Rahmen der bis 2020 geplanten Baumaßnahme soll der Firmensitz der EVS erweitert werden, wobei großer Wert darauf gelegt werden soll, Bewährtes zu erhalten. Bei der Entscheidungsfindung zwischen einem möglichen kompletten Neubau und der Variante mit einer Teilsanierung wurden in den letzten Monaten mehrere Planungsvarianten geprüft und Kosten abgewogen.


Erhalt historischer Bausubstanz



Zielsetzung des jetzt umzusetzenden Bauvorhaben ist es, die historische Maschinenhalle in den neu zu errichtenden Verwaltungsbau zu integrieren. Das Gebäude stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und könne nach Angabe der EVS durchaus als Ortsbild prägendes Bauwerk im Bereich des Geländes und seiner unmittelbaren Nachbarschaft betrachtet werden. Die übrigen an die Maschinenhalle angrenzenden Gebäudeteile, die heute die Verwaltung und das Materiallager beherbergen, werden aufgrund ihrer Bausubstanz und räumlichen Gegebenheiten als nicht erhaltenswert eingestuft.

In den letzten Jahren hätten sich an letzteren in vielen Bereichen vermehrt Schäden gezeigt, erklärt die EVS die Sanierung. Dies sowie die heutigen Anforderungen an den Arbeitsschutz waren der wesentliche Auslöser für eine Neuplanung. Im Rahmen der jetzt geplanten Baumaßnahme sollen das Verwaltungsgebäude und das Materiallager abgerissen werden. Die so freigestellte historische Maschinenhalle werde dank einer Modernisierung und der neuen Anbindung an das an gleicher Stelle entstehende moderne Verwaltungsgebäude optisch hervorgehoben werden.


Energetisch nachhaltig aufgestellt



Die Verbesserung der eigenen Energieeffizienz sei nach Angabe der EVS eine der wesentlichen Komponenten im gesamten Vorhaben. Sowohl die Sanierung der historischen Bausubstanz als auch die Planung des neuen Gebäudeteils werden daher unter modernen energetischen Anforderungen geplant und eine für diesen Gebäudetyp und seine Nutzungsanforderungen notwendige technische Ausstattung erhalten.

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Aufsichtsrats für diese Lösung und die damit verbundene Herausforderung“, so EVS-Geschäftsführer Marek Zelezny. „So können wir nicht nur alle Anforderungen an ein modernes Verwaltungsgebäude erfüllen, sondern mit der historischen Maschinenhalle einen Teil der Wurzeln des Unternehmens erhalten und hervorheben. Gleichzeitig wird es für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine deutliche Verbesserung der Arbeitsumgebung ge-ben. Bis dahin müssen wir zwar noch etwas zusammenrücken, aber es wird sich lohnen.“

Für die weiteren Planungen, Ausschreibungen und die Errichtung des Gebäudes werden mit Stand der vorliegenden Entwurfsplanung etwa vier Jahre veranschlagt. Die Gesamtkosten werden nach heutiger Schätzung etwa 5,83 Millionen Euro netto betragen (zuzüglich der Baunebenkosten). Für die Planungen zeichnet das Westerländer Architektenbüro „Schlums und Franzen“ verantwortlich.

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erstellt am 13.Dez.2015 | 18:08 Uhr

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