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Kommentar : Etwas mehr Bescheidenheit erwünscht

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Gemeinde Sylt ist vieles lieb und teuer: Der Erhalt ihrer vier Grundschulen, die Westerländer Wehr, die eine neue Wache bekommt oder dass der Schwimmsport ohne Rücksicht auf Verluste in der Westerländer Sylter Welle angesiedelt werden muss. Um nur ein paar der Projekte zu nennen, in die in jüngster Vergangenheit viel Geld geflossen ist oder die die Gemeinde noch richtig teuer zu stehen kommen werden. Alle diese Maßnahmen können sinnvoll – oder zumindest wünschenswert – sein. Auch droht der immer noch sehr finanzstarken Gemeinde Sylt nicht die unmittelbare Verarmung, nur weil die freie Rücklage deutlich dünner geworden ist. Trotzdem haben Kämmerer Harro Johannsen und Finanzausschussvorsitzender Wolfgang Jensen Recht, wenn sie die Kommunalpolitiker (nicht zum ersten Mal) ermahnen, endlich Prioritäten zu setzen. Jüngstes Beispiel einer sehr schnellen Entscheidung für ein sehr teures Projekt ist der Ausbau des Außenbeckens der Sylter Welle: Dort haben sich die Gemeindevertreter bekanntlich für die teuerste Variante entschieden – angesichts der Haushaltslage ist die nun einsetzende Katerstimmung unter den Kommunalpolitikern verständlich, aber etwas spät.

Mit Blick auf den ersten Nachtragshaushalt – und in Hinblick auf den zweiten, der im Herbst zu erwarten ist – wären etwas besonnenere (und bescheidenere) Entscheidungen das Gebot der Stunde.

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erstellt am 02.Mai.2014 | 15:51 Uhr

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