Erste Sperrungen für Sylt-Verkehr

Verkehr, der sich über den Peter-Schmidts Weg (rechts hinter dem Ortsschild) auf die Bäderstraße in Richtung Niebüller Autoverladung schleichen möchte, wird am Sonnabend im Kreisverkehr zur Verladung auf die B5 zurück geleitet.
Verkehr, der sich über den Peter-Schmidts Weg (rechts hinter dem Ortsschild) auf die Bäderstraße in Richtung Niebüller Autoverladung schleichen möchte, wird am Sonnabend im Kreisverkehr zur Verladung auf die B5 zurück geleitet.

Am Sonnabend wird der Kreisverkehr an der Bäderstraße erstmals nicht komplett umfahren werden können

shz.de von
28. Juni 2018, 17:43 Uhr

Am Sonnabend Morgen ist es so weit. Dann kommt es – zur erwartet ersten großen Anreise von Sommerferien-Gästen – im Umkreis der Niebüller Autoverladung erstmals zu Sperrungen im Umkreis der Autoverladung nach Sylt. Die Anordnung dazu kommt vom Kreis Nordfriesland.

Mit diesem ersten Feldversuch sollen vorrangig zwei Ziele erreicht werden: Einerseits sollen die an den besonders starken Anreisetagen üblichen Verstopfungen des Kreisverkehrs auf der Bäderstraße sowie der Schleichwege zur Autoverladung verhindert werden. Andererseits soll der Verkehr aus dem Innenstadtbereich in Richtung Gewerbegebiet-Ost aufrecht erhalten werden.

Außerdem sollen durch diese Absperrungen, die am Sonnabendmorgen aufgebaut werden, auch die Wege für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge freigehalten werden. Denn in der Vergangenheit ist es wiederholt zu massiven Behinderungen, ja sogar zur Blockierungen der Einsatzfahrzeuge gekommen. Die Zufahrt zur Autoverladung wird am Sonnabend über den Peter-Schmidts-Weg durch die Sperrung des Kreisverkehrs nicht mehr möglich sein. Die Zufahrt zu den Autozügen ist dadurch ausschließlich über die B5 und die Bäderstraße möglich. Die Zufahrt zum Gewerbegebiet-Ost wird für Anlieger und Einheimische wieder aus beiden Fahrtrichtungen gewährleistet, allerdings nur über die östliche Anbindung (bei Unitol). Würde die westliche Ausfahrt (bei Mega Company) nicht gesperrt werden, würden viele der Reisenden den Ostring nutzen, nur um 200 Meter nach vorne zu kommen und sich am Kreisverkehr wieder in die Warteschlange einzudrängeln.

Ob die erwünschten Wirkungen durch die Sperrungen eintreten, wird eine zügige Auswertung ergeben. Auslöser für diesen Feldversuch waren die chaotischen Verhältnisse am Pfingstsonntag, an dem Sylt-Reisende bis zu sieben Stunde in der Hitze auf ihre Verladung warten mussten und das Niebüller Stadtgebiet in weiten Teilen verstopft war.

Vereinbart wurde in einer danach tagenden Krisenrunde zudem eine neue Kooperation zwischen den beiden Autozug-Anbietern und der Polizei. Die Schienenunternehmen haben in ihrer Jahresplanung die Tage markiert, in denen ein besonders hoher Andrang an der Autoverladung erwartet wird. „Sind diese der Polizei rechtzeitig bekannt, kann auch dort versucht werden, ausreichend Personal vorzuhalten, zusätzliche Einsatzkräfte wird es aber nicht geben können“, sagt Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt. Verbessert werden soll zudem die Übermittlung der tatsächlichen Stausituation an den Verkehrsfunk.


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