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Neujahrsempfang in List : Erfolgreiche Projekte und finanzielle Sorgen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zum ersten Mal als neuer Bürgermeister hielt Ronald Benck die Rede beim Neujahrsempfang der nördlichsten Gemeinde in Deutschland.

Rund 200 Gäste folgten der Einladung der Gemeinde List zum Neujahrsempfang ins Erlebniszentrum Naturgewalten. Das Team um Erlebniszentrums-Leiter Matthias Strasser hatte das große Foyer umgebaut und den Tag über in der Bistro-Küche das herzhafte Buffet vorbereitet. Bürgermeister Ronald Benck begrüßte die Lister sowie langjährige Gäste des nördlichsten Ortes Deutschlands persönlich im Eingangsbereich. Mit einem Gläschen Prosecco in der Hand fanden sich schnell kleine Gruppen zusammen, um noch verspätete Neujahrswünsche auszutauschen oder über aktuelle Gemeindethemen zu sprechen.

Auf letztere kam Ronald Benck in seiner ersten Neujahrsrede als Bürgermeister zurück: der Weiterbetrieb der Lister Schwimmhalle dank der Amtsgemeinden, das im ersten Quartal 2016 erwartete Baurecht für Gemeindewohnungen Am Hermannshain, die geplante Verlegung der Abwasserpumpenstation von der Dünenstraße auf das Gelände der alten Kläranlage sowie die kurzfristig erhoffte Baugenehmigung für den „Lister Markt“. Zum Thema Haushalt und Finanzen hatte der Bürgermeister nicht ganz so Erfreuliches zu berichten: „So wurde zum einen die Einwohnerzahl durch den Zensus von 2  500 auf 1  500 gekürzt. Dieses führte im Haushalt 2015 zu erheblichen Mindereinnahmen.“ Statt 420  000 Euro als Landeszuweisungen zu erhalten, muss die Gemeinde 35  000 Euro als Finanzausgleichsumlage zahlen.

Zum Thema Wohnraum stellte Ronald Benck klar: „List hat der 40-60 Regelung nicht zugestimmt.“ Aus welchen Quellen auch immer wurde behauptet, dass dies der Fall sei. „Fakt ist allerdings, dass die Gemeindevertretung dem Wohnungsmarktkonzept nur mit einer aufschiebenden Bedingung zugestimmt hat, die bisher nicht erfüllt wurde.“

Besonders hob Benck das ehrenamtliche Engagement der Lister Bürger hervor: Familie Strenger, die sich um den Sprachunterricht der Asylsuchenden in List kümmert, der Elternförderverein des Kindergartens, Iris Ramm, die vom Landrat ausgezeichnet wurde, die Pflicht- und die Jugendfeuerwehr sowie der Sportverein, das Rote Kreuz – und Birgit Gerlang, „die viel Zeit opfert, um mit unseren Jugendlichen Treffen, Sport und Spaß zu veranstalten und den Klubraum über meinem Büro mit Musik beschallt, so dass ich auch was davon habe“, sagte er augenzwinkernd.

Zum Abschluss bedankte Ronald Benck sich für den Zuspruch für ihn als neuem Bürgermeister aus dem Ort und inselweit. „Das ist nicht selbstverständlich ist und hat mir sehr viel Energie gegeben.“

Bei belegten Brötchen, Suppe und heißen Würstchen unterhielten sich die Lister und Gäste anschließend angeregt. Gegen 23 Uhr leerte sich dann das Foyer des Erlebniszentrums. Ronald Benck wünschte allen ein spannendes 2016. Er selbst freue sich auf die neuen Herausforderungen.

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