Marschbahn : Entschädigung wird von Marschbahnpendlern gut angenommen

Bei der Marschbahn kommt es immer wieder zu Zugausfällen und Verspätungen. Bis zum 10. Juni können Pendler deshalb einen Antrag auf Sonderentschädigung stellen.

Bei der Marschbahn kommt es immer wieder zu Zugausfällen und Verspätungen. Bis zum 10. Juni können Pendler deshalb einen Antrag auf Sonderentschädigung stellen.

Pendler, die regelmäßig auf der Strecke unterwegs sind, können bis zum 10. Juni einen Antrag auf Entschädigung stellen.

shz.de von
26. Mai 2018, 09:44 Uhr

Westerland | Verspätete Züge oder Komplettausfälle: auf der Marschbahnstrecke, die die Insel Sylt mit dem Festland verbindet, keine Seltenheit. Und für Pendler eine Zumutung. Immerhin können sie derzeit eine Entschädigung erhalten. Davon machen sie rege Gebrauch.

Viele von Zugausfällen und Verspätung gebeutelte Marschbahnpendler haben einen Antrag auf Sonderentschädigung gestellt. „Anfangs lief es etwas schleppend, aber jetzt wird es gut in Anspruch genommen“, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sagte, bisher seien bereits 2300 Anträge auf Entschädigung gestellt worden. Dies entspreche einer Summe von rund 102 000 Euro.

Zunächst noch bis zum 10. Juni können Menschen, die regelmäßig auf der Teilstrecke zwischen Itzehoe und Westerland auf Sylt unterwegs sind, online einen Antrag auf Entschädigung stellen.

Monatskarteninhaber erhalten in der zweiten Klasse 50 Euro und in der ersten Klasse 75 Euro. Das Geld stammt aus dem Sondermalus (Zahlungsabzug), den das Verkehrsministerium im Februar gegenüber der DB Regio verhängt hatte. Es hatte 250 000 Euro einbehalten. Das Geld soll nach Angaben des Ministers an diejenigen ausgezahlt werden, die unter den Problemen auf der Strecke am meisten gelitten haben und leiden. Dies hatte die Deutsche Bahn akzeptiert.

Strittiger sind hingegen die Sondervertragsstrafen in Höhe von erneut jeweils 250 000 Euro, die das Ministerium für die Monate März und April einbehalten hat. Hinzu kamen im April wegen des erneuten Ausfalls von mehr als einem Prozent der vertraglich vereinbarten Zugkilometer 100 000 Euro Strafe.

Er gehe davon aus, dass die DB-Regio das Land bei der Abwicklung der Entschädigungszahlungen auch weiterhin unterstützen werde, auch wenn es unterschiedliche Auffassungen über die Rechtmäßigkeit gebe, sagte Buchholz. Tatsache sei, dass die DB Regio auf der Marschbahn seit Jahresbeginn bei weitem nicht die vertraglich geschuldeten Verkehrsleistungen erbringe. Bahnsprecher Meyer-Lovis sagte hingegen, für weitere Sondermaluszahlungen, wie der Minister sie sich vorstelle, sehe die Bahn keine vertragliche Grundlage.

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