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Flaggenmast in Westerland : Ende der maritimen Odyssee

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Westerländer Flaggenmast hat einen neuen Platz in der Innenstadt. Feierliche Einweihung mit Petra Reiber

Happy-End nach zehn Jahren: Seit kurzem steht der traditionsreiche Westerländer Flaggenmast endlich an seinem neuen Standort auf dem Grünstreifen zwischen Rathaus und Nord-Ostsee-Sparkasse. Gestern wurde er der Mast auch feierlich eingeweiht – mit dem Hissen der Sylt-Flagge und der Landesfahne von Schleswig-Holstein.

„Eine maritime Odyssee ist endlich beendet“, sagt Peter Schnittgard, Bürgervorsteher der Gemeinde Sylt. Denn der Mast, der ursprünglich fast 35 Jahre lang vor dem Hotel Miramar in der Friedrichstraße stand, lag die vergangenen zehn Jahre in Einzelteilen eingemottet im Bauhof. Allgemeiner Wunsch der Gemeinde war es, in kurzer Zeit einen neuen Standort für den Mast zu finden – dass daraus zehn Jahre werden würden, hätte wohl niemand gedacht.

Diverse Standorte wurden in den vergangenen Jahren auserkoren, und wieder fallengelassen. Der Flaggenmast sollte am Aquarium, am Übergang vom Surf-Strand zur Nordpromenade, unmittelbar am Brandenburger Strand und schließlich in Tinnum aufgebaut werden. Die lange Standortsuche endete in vielen Diskussionen, bis schließlich die Gemeinde Sylt den Verschönerungsausschuss des Fremdenverkehrsvereins mit der Suche beauftragte.

Eberhard Eberle, der Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins, freut sich über den Erfolg: „Heute ist ein toller Tag. Der Mast ist eine Bereicherung für diesen Platz und ergänzt sich auch gut mit dem Umfeld: dem Rathausplatz, dem Parkgelände und der alten Post.“

Der etwa 14 Meter hohe Stahlmast wurde 1976 im Auftrag der Stadt Westerland von der Husumer Schiffswerft eigens angefertigt. Für viele war er das letzte maritime Symbol in der Westerländer Innenstadt. Daher wehrten sich SPD, SSW und Grüne bis zuletzt gegen den Abbau des Mastes im Oktober 2004 – doch mit einer Stimme Mehrheit wurde für den Abbau votiert. 2007 begannen dann die Arbeiten zur Umgestaltung der Friedrichstraße und während sie längst abgeschlossen war, blieb der Mast weiter in seine Einzelteile zerlegt.

Nun herrscht allgemeine Zufriedenheit, auch bei Bürgermeisterin Petra Reiber: „Einen besseren Standort als diesen Platz hätte der Flaggenmast nicht finden können“, sagt sie. Sie plaudert aus dem Nähkästchen: „Flaggenmast war für uns schon fast ein Unwort, denn wir waren immer ratlos und wussten nicht, wo er hin sollte. Viele stöhnten auf, wenn das Thema in den Sitzungen angesprochen wurde.“ Und Petra Reiber ergänzt: „Der Platz, auf dem der Mast jetzt steht, war lange kein schöner Platz. Ich habe die Sparkasse gebeten, ihn im Stil an den Rathausplatz anzugleichen. Damit ist der Weg für eine freie Fläche geebnet worden und für einen Platz, der jetzt ideal ist für diesen schönen Flaggenmast.“

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erstellt am 31.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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