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Bürgermeisterwahl auf Sylt : Einer, der ein gutes Vorbild sein will

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wolfgang Laub aus Kiel sammelt Unterstützerstimmen

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 06:18 Uhr

Die Chance, Bürgermeister auf Sylt zu werden, beflügelt offensichtlich etliche Menschen, über einen Jobwechsel nachzudenken. Sylt zieht dabei erstaunlich viele inselferne Aspiranten an, die bisher weder eine berufliche Nähe zu dem anspruchsvollen Job als Verwaltungschef aufweisen, noch eine intime Kenntnis der hiesigen Verhältnisse. Macht nichts, wird sich auch Wolfgang Laub gedacht haben. Der 47-jährige Kieler beschreibt sich zunächst als „stolzer Vater eines wundervollen Sohnes“. Der eigentlich aus Berlin stammende beweist seine Flexibilität dann mit der Feststellung, dass er „nun aber primär in der Landeshauptstadt Kiel“ wohne, um in Klammern dahinter zu setzen, „ein Umzug nach Sylt wäre möglich“. Ist ja durchaus überlegenswert, sollte er Bürgermeister der Gemeinde Sylt werden...

Was ihn hier erwartet, hat ihn wohl bewogen, der Insel ganz neue Ziele und Profile zu geben. Noch hat Laub aber seine 135 Stimmen nicht zusammen, die es braucht, um als unabhängiger Kandidat in den Bürgermeister-Wahlkampf ziehen zu dürfen.

Um die Stimmen zusammen zu bringen, war Wolfgang Laub in den letzten Tagen fleißig. Der „zertifizierte Verfahrensbeistand“, Sozialmanager und Therapeut hat ein beidseitig bedrucktes DinA-4-Blatt nicht nur in viele Briefkästen der Gemeinde Sylt gesteckt, sondern auch in Fahrradkörbe gelegt. Blieb das Schreiben trotz einiger Regenschauer trocken, hatten die Fahrradfahrer Chance, das eng bedruckte Papier zu lesen. Laub beschreibt auf der einen Seite sein politisch-soziales Programm und druckt auf der anderen das „Formblatt für eine Unterstützungsunterschrift“ ab.

Seine Kernaussage zur Absicht seiner Kandidatur ist schnell erfasst: Laub will „dazu beitragen, dass Sylt sozialer wird. Was ja auch wirklich dringend nötig ist, weil auf Sylt viele soziale beziehungsweise bezahlbare Einrichtungen, Leistungen, Angebote gekürzt werden“. Welche Laub damit genau meint, führt er nicht näher aus. Dafür gibt er aber schon mal ein Versprechen ab und „garantiert, dass ich die Hälfte aller Gelder, die ich als Bürgermeister für die Arbeit bekäme, für Soziales auf Sylt spenden würde. Als gutes Vorbild“.


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