Modetipps für die Saison : Eine Sylt-Saison in Pastell

Wolfgang Joop äußert sich zu den aktuellen Modetrends der Saison
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Wolfgang Joop äußert sich zu den aktuellen Modetrends der Saison

Was in dieser Saison modisch auf uns zu kommt, verraten Wolfgang Joop und andere Modeexperten. Für windige und kühlere Tage haben sie ein paar Tipps und Tricks auf Lager.

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10. Juni 2014, 18:13 Uhr

Die Farben sind in dieser Saison etwas verhaltender geworden. Knallige und leuchtende Neonfarben verschwinden, dafür kommen die etwas dezenteren Pastell-Töne. Mintgrün ist dabei besonders im Trend. Dabei tauchen die Farben gerne auch im Batik-Look auf, denn der Hippie-Stil ist angesagter denn je.

Der Look passt perfekt an Strand und Promenade, denn gerade auf der Insel hat die Mode immer einen großen Freizeitcharakter, weiß Thomas Schilling, Einkaufsleiter bei Hellner Moden. Deshalb könne man auch gut am Abend mal eine Chino-Hose zu einem Blazer anziehen. Für ihn sind in diesem Sommer außerdem Lederjacken ein großes Thema. Sie sollten schön leicht sein, in der Farbe etwas schlichter, Schwarz- oder Brauntöne, und am besten noch mit Nieten oder Strass versehen sein. „Es ist ein rockiger Look, der gerne aber auch mit einem schicken Abendoutfit kombiniert werden darf.“ Am Strand sind natürlich Hot-Pants nach wie vor angesagt, sagt Schilling. Die Hosentaschen dürfen gerne länger als die Hose selbst sein, sodass sie  unten raushängen. Dabei heben sie sich von dem Jeansstoff mit einem bunten Muster ab.

Um Hotpants kommt man auf der Insel nicht herum. In dieser Saison ganz 
wichtig: Die Taschen sind länger als die Hose selbst und hängen in farbigen Mustern unten raus. 
Foto: Walther
Um Hotpants kommt man auf der Insel nicht herum. In dieser Saison ganz wichtig: Die Taschen sind länger als die Hose selbst und hängen in farbigen Mustern unten raus. Foto: Walther
 

Petra Boettiger, Geschäftsleiterin von H.B. Jensen, setzt in dieser Saison  auf Blautöne jeglicher Art. Die Stoffe sind luftig und leicht – Viskose ist dabei  besonders beliebt. Die Shirts sind häufig vorne kürzer als hinten. „Man steckt sie sich einfach vorne in die Hose rein und hinten hängt das Oberteil dann locker raus“, erklärt Boettiger. Zu einem absoluten Sylt-Trend gehört für sie in dieser Saison die Sommerdaune. Bei diesem Kleidungsstück darf es von der Farbe her auch wieder etwas knalliger werden. Dabei sieht die Daune nicht nur gut aus, sie ist auch sehr praktisch, findet Boettiger: „Sie schützt vor Wind und man kann sie einfach zusammen rollen und in die Tasche stecken.“

Auch Lederjacken sind ein großes Thema. Dabei muss es nicht unbedingt Echtleder sein. Für den kleineren Geldbeutel reicht die nachgemachte Variante. Denn inzwischen sind die Kunstlederjacken so gut gemacht, dass man von weitem kaum einen Unterschied erkennen kann.

Leichte Lederjacken in Braun-Tönen – am besten mit Nieten oder Strass versehen: Thomas Schilling zeigt zwei Modelle. Foto: Walther
Leichte Lederjacken in Braun-Tönen – am besten mit Nieten oder Strass versehen: Thomas Schilling zeigt zwei Modelle. Foto: Walther
 

In der Bademode sind Punkte und Streifen angesagt. Der Look aus den 60er-Jahren kommt noch immer gut an, weiß Dirk Sievers, Leiter des Modehauses H.B. Jensen. Von der Form sind besonders Bandeau-Oberteile angesagt. Diese verrutschen dank eines praktischen Silikonbändchens auch nicht mehr so leicht.

Für die Modeexperten herrscht auf der Insel ein besonderer Look. Dafür haben sie auch ein paar Ratschläge parat. „Ein schöner großer Schal ist auf Sylt ein absolutes Must Have für jede Frau“, sagt Modedesigner Wolfgang Joop. „Lässig um den Hals gebunden oder locker über die Schultern gelegt komplettiert er jedes Outfit“, sagt er. Dabei sollte Frau aber in dieser Saison beim Schal auch mal Farbe bekennen. Durch  farbige Motive  können dabei Akzente gesetzt werden, so Wolfgang Joop. Für diese Saison hat er einen Trend besonders im Blick: „Fließende Silhouetten und lebendige Prints werden diesen Sommer einen von Heiterkeit und Leichtigkeit geprägten Optimismus erwecken. Da dürfen luftige Kleider, die einen Hauch von Hippie und Bohème versprühen, in keinem Kleiderschrank fehlen.“

Miriam Köthe. Foto: Supanz
Miriam Köthe. Foto: Supanz
 

„Lange Kleider im Hippie-Stil und dazu ganz viel Schmuck – gerne ganz bunt“, empfiehlt Miriam Köthe als einen Insellook für diese Saison. Wenn es dann am Abend mal kühler ist, hat sie einen Tipp: „Einfach eine Dreiviertel-Leggins unter das lange Kleid ziehen. Sieht man nicht und hält schön warm.“ Außerdem hat die Autorin ihre alte Jeansweste wieder ausgepackt. Die trägt sie locker über dem Kleid. Auch bei heißen Temperaturen kommen in diesem Sommer wieder Boots und Stiefeletten an ihre Füße. „Im letzten Jahr hatte ich davon ganz weiße Füße. Aber was soll man machen – zu einer kurzen Hose sehen die Schuhe einfach super aus.“ Ein reines Kombinationswunder ist für sie das Jumpsuite. „Ich habe zwei – eins in schwarz, eins in grau. Sowohl légère mit Sandalen als auch elegant am Abend mit Heels sieht man darin super aus.“

Jette Joop. Foto: dpa
Jette Joop. Foto: dpa
 

Modedesignerin Jette Joop weiß, was in dieser Saison Trend ist:  „An dem Used-, Washed- und Batik-Trend kommt man nicht vorbei. Jeans in diesem Stil, die eine gewisse Jugendlichkeit ausstrahlen, braucht jede Frau. Auch ein lockeres, seidiges Oberteil gehört in den Kleiderschrank. Das Ganze ist ein sehr lässiger Look, der sehr viel Spaß macht.“ Auch für kühlere Sommerabende hat Jette Joop einen Tipp: „Den Hippie-Look kann man wunderbar mit dem typischen Sylt-Look kombinieren. Zum Beispiel: Eine Jeans im Used-Look anziehen und dazu einen farbigen Cashmere-Pulli. Dazu trägt man einen Parker und einen Schal. Mit dem Zwiebel-Look ist man immer auf der sicheren Seite. Wenn dann wieder die Sonne rauskommt, kann man sich aus seinen Klamottenschichten einfach wieder rauspellen.“

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