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Auftakt der Konzertsaison : Eine laue Sommernacht zur Musik von Clueso

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sechste Musicnight auf der Syltfähre mit dem Sänger und Songwriter aus Erfurt / Publikum genießt fast anderthalbstündiges Konzert mit Wohnzimmer-Flair

Letztes Jahr bei den Donots wurde unter Deck kräftig gerockt, in diesem Jahr ging es etwas leiser und melodischer zu: Bei der sechsten Musicnight auf der Syltfähre trat am Mittwoch der Erfurter Sänger und Songwriter Clueso auf, der spätestens seit seinem Unplugged-Duett mit Udo Lindenberg („Cello“) eine große Fangemeinde hat. Die Karten waren innerhalb von 36 Stunden ausverkauft – so schnell wie noch nie bei der Musicnight der Röm-Sylt-Linie.

Clueso alias Thomas Hübner (37) war erst kurz zuvor aus Hamburg angereist und musste anschließend gleich zurück, um am Donnerstag openair in Zürich aufzutreten. Trotz Zeitdruck war der Musiker völlig entspannt, nahm sich Zeit für Interviews auf der Brücke des Fährschiffs, testete den Sitzplatz von Kapitän Jess Hauser und legte erst wenige Minuten vor dem Auftritt mit Drummer Tim Fischer und Saxophonist Antonio Lucaciu die Liedfolge fest. Eine chillige Atmosphäre, die sich auch auf die gut 300 Zuhörer übertrug. Während das Fährschiff in der lauen Sommernacht zwischen List und Havneby kreuzte, lauschten die Passagiere im vollbesetzten Bordrestaurant den Songs der drei Musiker. Schade nur, dass bei den leisen Tönen die Nebengeräusche sich unterhaltender Zaungäste störten.  

Mit „Viva con Agua“ spielten Clueso und seine langjährigen musikalischen Begleiter gleich zum Auftakt einen Song, der noch gar nicht veröffentlicht wurde. Dann wechselten sich vertraute Lieder wie die Sommerhymne „Freidrehen“ ab mit jüngeren Kompositionen aus der Feder des Erfurters, wie zum Beispiel „Neuanfang“ und „Achterbahn“ von seiner jüngsten CD. Zwischendurch entpuppt sich Clueso als erstklassiger Stimmenimitator, wenn er von den Erlebnissen mit seinem „großen Bruder“ Udo Lindenberg erzählt, „der coolsten Socke überhaupt“. Das Publikum hängt an seinen Lippen, genießt das fast anderthalbstündige Konzert mit Wohnzimmer-Flair und gibt sich erst zufrieden, als Kapitän Jess Hauser das Signal zum Anlegen im Lister Hafen gibt. Und die Besucher mit seinem unverkennbaren Westküsten-Charisma einlädt, nächstes Jahr auch bei der siebten Musicnight wieder an Bord zu kommen.

 

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erstellt am 06.Jul.2017 | 19:03 Uhr

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