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Motorrad-Treffen : Eine Insel im Harley-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

20. Summertime-Party der Harley-Freunde endet nach drei Tagen / Interview mit Michael Knothe vom Harley-Davidson Sylt Chapter

Das Treffen der Harley-Davidson-Fangemeinde auf Sylt ist seit gestern beendet, nach und nach verabschieden sich die Biker wieder von Sylt. Im Interview mit unserer Zeitung zieht Organisator Michael Knothe eine Bilanz der 20. Summertime-Party auf Sylt.

Herr Knothe, drei Tage lang wurde das Jubiläums-Event gefeiert. Welche Highlights gab es?

Das Highlight zum Jubiläum waren eigentlich die diesjährigen Tombola-Preise. Auf unserer Party am Samstag haben wir eine Kreuzfahrt verlost, genauer gesagt eine Reise mit der „Mein Schiff 5“ nach Dubai in der Junior-Suite. Außerdem hatten wir erstmalig das Thema Piraten gewählt und dementsprechend dekoriert, was recht gut ankam. Neu war auch, dass wir verschiedene Ehrungen vorgenommen haben, zum Beispiel für den größten Club, der mit über 80 Mitgliedern aus Hannover anreiste oder für den ältesten Fahrer, der mit 80 Jahren noch immer auf seiner Maschine sitzt. Ansonsten ist natürlich die Inselrundfahrt immer das Highlight und in diesem Jahr ganz besonders, weil es an den anderen Tagen ja geregnet und gestürmt hat.

Hatten die Gäste denn eine weite Anreise?

Wir haben viele Fahrer aus Hamburg dabei, aber auch aus Hannover und Westfalen, aus der Schweiz und aus Österreich. Die weiteste Anreise hatte allerdings eine Dame aus Südafrika. Das hat natürlich zur Folge, dass unsere Gäste meist einen längeren Aufenthalt auf der Insel einplanen und gleich für zwei oder drei Wochen hier Urlaub machen. Das entzerrt dann auch die An- und Abreise.

Gab es Probleme bei der Anreise oder mit den Baustellen und Umleitungen auf der Insel?

Leider ja. Die Anreise war für die meisten wegen der vielen Baustellen auf der Strecke nach Sylt recht beschwerlich und dann musste auch noch der Autozug wetterbedingt seinen Verkehr einstellen. Manche Fahrer konnten noch auf die Fähre ausweichen, doch insgesamt war die Anreise doch eher eine Geduldsprobe. Und auf Sylt ging es dann mit Regen, Baustellen und Umleitungen weiter. So mussten wir auch in diesem Jahr wieder unsere übliche Strecke ändern und sind ohne den Schlenker nach Sylt-Ost von Westerland aus direkt nach List zum Scampi-Essen bei Gosch gefahren und dann zurück nach Wenningstedt, wo wir zum ersten Mal direkt vor dem Kursaal die Ausfahrt beenden durften – mit Blick auf das Meer, das war wirklich fantastisch!

Wie viele Fahrer waren dabei und wer dufte am Samstag bei der Ausfahrt über die Insel mit?

Bei der Ausfahrt gibt es Platz für 700 Maschinen, die sich vorher registrieren lassen müssen. Diese 700 versammeln sich dann auf der Promenade und starten gemeinsam mit Polizei und Ordnungskräften im Konvoi über die Insel. Bei der Ausfahrt selbst schließen sich dann oft noch weitere Fahrer an, die nicht registriert sind. Das können wir nicht verhindern, aber es wird von allen toleriert.

Wenn mehr als 700 blubbernde Harleys die Insel bevölkern und teilweise auch den fließenden Verkehr lahm legen, gibt es dann auch negative Reaktionen?

Nicht das ich wüsste. Es gibt zwar immer Menschen, die sich vom Sound der Maschinen belästigt fühlen, aber weder die Polizei noch das Ordnungsamt hatte ernsthaft Beschwerden. Alles lief absolut friedlich und entspannt ab und auf der Strecke warten jedes Jahr viele Leute auf uns, die sich freuen, winken und fotografieren, wenn wir vorbei fahren.

Was unterscheidet denn den Harley-Fahrer von anderen Bikern?

Man sagt bei uns: Mit Harley kauft man sich ein Lebensgefühl und bekommt die Maschine gleich mit dazu. Uns geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um das genussvolle Cruisen mit Stil. Die Harley ist ein lebenslanges Hobby, das ständig erweitert und verfeinert werden kann, bis hin zum passenden Outfit für den Vierbeiner. Die Marke steht für einen entspannten Lifestyle mit Niveau und ist absolut individuell. Keine Maschine gleicht der anderen, jede trägt die Handschrift ihres Fahrers. Und diese Fahrer sind Genussmenschen, die einfach nur die Gemeinschaft Gleichgesinnter suchen – wie eine große Familie.

Traditionell werden verschiedene Sylter Institutionen mit Spenden bedacht. Wer darf sich in diesem Jahr darüber freuen?

In diesem Jahr gehen Spenden an den Wenningstedter Sagenwald, an die Lebenshilfe Sylt und an Familien im Mittelpunkt.

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