Metallbuhnen : Eine Gefahr am Sylter Strand

P3130575.JPG
1 von 2

Verrostet, scharfkantig, gefährlich: Metallbuhnen werden immer wieder entfernt. Eine am Westerländer Strand jedoch musste vorerst bleiben – es gab eine Beschwerde, weil die Arbeiten Erschütterungen verursachten.

Avatar_shz von
14. März 2014, 06:00 Uhr

Interessiert betrachtet der kleine Finn die scharfen Metallspitzen, die vor ihm aus dem Sand ragen. Seine Mutter nimmt ihn zur Seite – sie will verhindern, dass sich ihr Kind verletzt. Dass die verrosteten Reste einer Metallbuhne am Westerländer Strand nicht schon längst entfernt wurden, liegt unter anderem daran, „dass sich ein Hotelier wegen der Erschütterungen beschwert hat, die unsere Geräte ausgelöst haben“, wie Peer Knuth vom Landschaftszweckverband erklärt.

An anderen Stellen, wie vor der Musikmuschel, in Kampen oder in Hörnum, habe man die Metallbuhnen bereits gezogen. Derzeit ragen an vielen Orten auf der Insel die verrosteten Metallspitzen aus dem Meeresboden: Die Orkane im Winter haben dafür gesorgt, dass sie sichtbar wurden. Allerdings bergen die Buhnenreste Verletzungsgefahren. Für den Landschaftszweckverband ist das Ziehen der Buhnen deshalb ein ständiges Thema. „Wir haben die Berechtigung, Stahlbuhnen auf Zuruf der zuständigen Gemeinden zu ziehen – allerdings haben wir dafür nur ein begrenztes Budget“, erklärt Mitarbeiter Peer Knuth. Mit der Metallbuhne am Westerländer Strand warte man jetzt ab, bis das Land die nebenliegende Betonbuhne entfernt, die das Ziehen zusätzlich erschwert. In diesem Jahr will das Land inselweit zehn Betonbuhnen ziehen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen