Kommentar : Ein zweischneidiges Schwert

Allein zwischen Ferienwohnungen: So leben immer mehr Insulaner.
Allein zwischen Ferienwohnungen: So leben immer mehr Insulaner.

Helfen ehemalige Ferienappartements wirklich gegen die Sylter Wohnungsnot? Ein Kommentar von Pierre Boom.

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09. Juli 2014, 05:55 Uhr

Mehr Wohnungen für Sylter – eines der wichtigsten Themen auf der Insel überhaupt. Projekte gibt es genug: Manche sind bereits beschlossene Sache, wie die Bebauung des Bastianplatzes, einige sind in der Planung, viele jedoch sind bisher nur Wunschträume, die an Eigentumsverhältnissen oder schlicht am Geld zu scheitern drohen.

Da macht der Trend neue Hoffnung, dass immer mehr Eigentümer ihre Ferienwohnungen, aus welchen Gründen auch immer, freigeben zum dauerhaften Wohnen. Doch die mutmaßliche Entwicklung ist ein zweischneidiges Schwert: Zwar werden viele Wohnungssuchende zugreifen, weil sie sonst kaum Chancen haben, auf Sylt überhaupt etwas zu finden. Aber die Wohnungen sind in der Regel klein, nur für Singles oder Paare geeignet, haben häufig nur eine Küchenzeile im Wohnzimmer, sind in schlechtem Zustand.

Wer als Vermieter nichts für seine Feriengäste getan hat, wird auch dem Dauermieter wenig bieten – da ist zunächst genaues Hinschauen, dann oft Eigenleistung gefragt. Doch auch hier gilt: Konkurrenz belebt das Geschäft.

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