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Sylter Rundschau

16. Dezember 2017 | 14:49 Uhr

Ein Zuhause für die Sylter Werkstätten

vom

Soziale Einrichtung feiert Richtfest / Im Herbst soll das Gebäude bezugsfertig sein / Mögliche Erweiterung um 200 Quadratmeter Wohnfläche

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Tinnum | Die Reise der Sylter Werkstätten geht ihrem Ende entgegen: Nachdem die Einrichtung für Beeinträchtigte über die letzten zwei Jahre provisorisch in Hörnum untergebracht war, rückt der Einzugstermin für den Neubau gegenüber des Flughafens jetzt näher - gestern feierten die Sylter Werkstätten Richtfest.

"Nach 15 Jahren Wanderschaft ist es toll, uns nun bald in der Mitte der Insel zu sehen", sagte der Geschäftsführer der Schleswiger Werkstätten Jan-Henrik Schmidt. Die Verbindung nach Schleswig geht noch auf die Gründung der Sylter Werkstätten im Jahr 1996 zurück. Damals war die Einrichtung als Betriebsstätte des Schleswiger Standorts auf dem Gelände des Fliegerhorst ins Leben gerufen worden. Als die Gemeinde zwölf Jahre später den Beschluss fasste, das Areal zu renaturieren, wanderte die Sylter Einrichtung notgedrungen in den Inselsüden ab.

Ab Herbst soll das rund vier Millionen teure Gebäude endlich bezugsfertig sein und auf 1 800 Quadratmetern Platz für für 46 Werkstattbeschäftigte bieten. Zusätzlich wird es zwölf Tagesförderplätze für Menschen geben, die intensive Betreuung benötigen, und auch für die momentan 13 Mitarbeitern soll in dem Neubau genug Raum vorhanden sein. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden in dem Gebäude Werkstattbereiche für Aktenvernichtung, Montage und Versand, Kerzenherstellung sowie PC-Arbeitsplätze eingerichtet.

Vor dem klassischen Hallenbau, den das Sylter Architekturbüro Volquardsen konzipiert hat, versammelten sich gestern viele Angestellte, Eltern und Gratulanten. "Wir können es immer noch nicht ganz fassen, dass dieses Projekt hier wirklich Gestalt annimmt", sagte Elternvertreterin Regine Erken. "Jeder von uns Eltern weiß, dass unsere Kinder auch hier gut aufgehoben sein werden." Auch Bürgervorsteher Peter Schnittgard brachte seine Freude über den Neubau zum Ausdruck: "Das Vorhaben ist eine skandalfreie Sache, die von Kostenexplosionen verschont geblieben ist."

Die Architekten Tim und Birte Volquardsen hatten die Baukosten in Nachverhandlungen um rund 600 000 Euro senken können, um den Baubeginn mit Landesmitteln zu ermöglichen. Nach seiner Fertigstellung werden die Sylter Werkstätten sogar noch Ausbaupotenzial haben: "Auf dem Gebäude können noch auf 200 Quadratmetern Unterkünfte aufgesetzt werden", so Tim Volquardsen. Noch fehle hierfür aber das nötige Geld. "Wer sich an unserer Sache auch in Zukunft beteiligen möchte, der ist herzlich eingeladen", warb auch Einrichtungsleiter Michael Pade um weitere Unterstützung.

Abschließend ließ es sich auch der Westerländer Wehrführer Jörg Elias nicht nehmen, die zukünftigen Anwohner der neuen Feuerwache zu begrüßen: "Wir freuen uns auf eine gute Nachbarschaft."

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