Neue Mitte auf Sylt : „Ein wichtiges Projekt für die Stadt“

Dr stellvertretende Bürgermeister Carsten Kerkamm bei der Grundsteinlegung.
Dr stellvertretende Bürgermeister Carsten Kerkamm bei der Grundsteinlegung.

Feierliche Grundsteinlegung für die Neue Mitte in Westerland. Der stellvertretende Bürgermeister betont die Bedeutung des Bauvorhabens.

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13. Mai 2015, 05:19 Uhr

Gut 100 geladene Gäste waren gestern zur Baustelle der Neuen Mitte in Westerland gekommen, um einem „historischen Moment“ zu erleben, wie mancher Gast mit Blick auf die bewegte Geschichte des Grundstücks feststellte. Eine lange Geschichte von zähen, oft gescheiterten Verhandlungen, von kontroversen Diskussionen um die Frage, was hier von wem wofür wen entstehen soll. „Ein ganz schön langer Weg war das“, stellte dann auch Lothar Schubert von DC Commercial fest. Der Hamburger Projektentwickler zeigte sich erleichtert, „dass der Weg bis hierher geschafft ist, eine städtebauliche Unart beseitigt werden konnte und jetzt entstehen kann, was der prominenten Lage und ihrem Wert entspricht“.

Gemeint ist damit eine „Premium-Immobile“ mit luxuriösen Appartements und Studios in den oberen Geschossen des dreigeschossigen Gebäudes und Einzelhandelsflächen für „Premium-Anbieter“. Über 26 Millionen Euro, so Schubert, wurden in das Projekt investiert. Ende des Jahres soll der Rohbau stehen, die Wohnungen sollen im Frühjahr 2016 bezugsfertig sein, die Verkaufsräume in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres. „Jetzt kommen erst mal Lärm und Dreck, aber wir bemühen uns die notwendigen Baumaßnahmen so erträglich wie möglich zu gestalten“, warb Schubert bei den „neuen Nachbarn, den Westerländern und natürlich den Gästen der Insel“ um Verständnis. Aber „am Ende wird alles gut“, ist der Projektentwickler überzeugt. Dafür spricht aus seiner Sicht auch, dass bereits gut 50 Prozent der Wohnungen und 60 Prozent der Ladenflächen verkauft sind. „Den Rest werden wir bis Jahresende geschafft haben“, ist Schubert sicher.

„Es ist ein wichtiges Projekt für die Stadt Westerland“, unterstrich auch Carsten Kerkamm in seiner spontanen, launigen und wohlwollenden Rede die Bedeutung der Baumaßnahme. Als Stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Sylt überbrachte Kerkamm nicht nur die besten Wünsche von Bürgermeister Nikolas Häckel, der sich entschuldigen ließ, sondern auch von Petra Reiber, die sich während ihrer Amtszeit sehr für das Projekt Neue Mitte eingesetzt hatte. Auch Kerkamm erinnerte sich an den Platz, auf dem einst eine Tankstelle stand und der „keinen schönen Anblick bot. Ich bin froh, dass das jetzt hier weg ist“. Als Politiker kann er sich auch an viele (hitzige) Debatten um die Neue Mitte erinnern und daran, „dass die meiste Zeit mit der Diskussion um Toilettenhäuser“ verbracht wurde. Die immer noch ungeklärte Frage, was denn nun mit der Gestaltung der großen Grünfläche vor dem Gebäude wird und welchen finanziellen Anteil daran DC Commercial tragen soll oder tragen wird, ließen Schubert und Kerkamm in ihren Reden aus. Es sollte schließlich das Positive im Fortgang und der Entwicklung der Neuen Mitte betont und gefeiert werden. Zu dieser Grundstimmung passte dann auch die Bekanntgabe der ersten Preise des Fotowettbewerbs, den die Projektentwickler mit Unterstützung der Sylter Rundschau anlässlich der Grundsteinlegung ins Leben gerufen hatten.

Die hohe Beteiligung und die erstaunliche Qualität der Fotografien konnte wohl auch erreicht werden, weil es in dem Wettbewerb nicht um vorgegebene Motive und Botschaften ging, sondern um die Frage, „was ist deine Sylter Mitte?“. Die Gewinner-Motive, die hier abbildet sind, „bezeugen nicht nur die große Kreativität der Fotoamateure, sie zeigen auch wie tief die Beziehung der Sylter und ihrer Gäste zu ihrer Insel ist“, heißt es von DC Commercial. „Dem fühlen wir uns bei unserem Projekt auch verpflichtet“, stellte Lothar Schubert fest. Und Carsten Kerkamm bestätigte dies, in dem er in Schuberts Richtung sagte, „wir wissen, dass wir uns auf Sie verlassen können.“ 

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