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Sylter Rundschau

22. August 2017 | 23:12 Uhr

Nachruf : Ein Verlust für die Insel

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Zum Tod des Mode-Unternehmers, Kunstmäzen und Wahl-Kampeners Jan Ahlers.

Er zählte nicht zu den schillernden Figuren der Sylt-Prominenz, sondern zu jenen Insel-Liebhabern, die ihre Leidenschaft ohne große öffentliche Auftritte ausleben. Dennoch ist der Tod des Herforder Mode-Unternehmers Jan Ahlers, der am Silvesterabend im Alter von 79 Jahren gestorben ist, auch für die Insel ein Verlust.

Denn Ahlers war nicht nur einer der erfolgreichsten Mode-Unternehmer Deutschlands – seit 2005 leitet seine Tochter Stelle die Ahlers AG –, sondern auch einer der ganz großen Kunstsammler. Als solcher gründete er 1995 nicht nur die Stiftung Ahlers Pro Arte, die sich der Dokumentation und Erforschung der Kunst des deutschen Expressionismus widmet, sondern besaß privat auch eine Vielzahl von Sylt-Bildern unterschiedlichster Maler, von denen er einige auch dem Heimatmuseum stiftete. „Das reicht von Karl-Ludwig Jessen über Hans-Peter Feddersen bis hin zu Emil Nolde, der sein absoluter Lieblingsmaler war“, berichtet der Kampener Galerist Rainer Herold.

Wie sehr Jan Ahlers der Insel als Kunstliebhaber zugetan war, macht Herold erst jetzt, nach dessen Tod, öffentlich: „Er stand von Anfang an sehr hinter der Idee eines Sylter Kunstmuseums und gerade mich hat er immer wieder ermutigt, das Projekt weiterzuverfolgen.“ Mit Hilfe von Ahlers und anderen Kunstmäzenen hatten die Initiatoren vor, an Stelle der Keitumer Thermen-Ruine ein solches Museum zu bauen, scheiterten jedoch an einer Bürgerbefragung. Die Idee besteht jedoch weiterhin.

Auch als Typ wird Jan Ahlers der Insel nach Herolds Überzeugung fehlen. Ihm gehörte nicht nur das älteste Haus Kampens, das 1634 erbaute sogenannte Armenhaus, „er war auch stets mit einem seiner beiden alten VW Käfer unterwegs“.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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