Hörnum Odde : Ein Sylter Leuchtturm weniger

Seit heute Morgen ist das rot-weiße Unterfeuer auf der Hörnum-Odde Geschichte. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes haben es innerhalb einer halben Stunde abgebaut und forttransportiert.

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07. November 2013, 15:43 Uhr

Und plötzlich ging es ganz schnell: Binnen einer halben Stunde haben Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes heute früh das Unterfeuer auf der Hörnum Odde abgebaut und abtransportiert. Wie am Montag berichtet, war der sieben Meter hohe, 1979 aufgebaute Leuchtturm durch die permanenten Sandverluste an der Sylter Südspitze stark absturzgefährdet. Das Helmholtz-Institut, das auf dem Unterfeuer eine Radarstation betrieben hat, hatte seine Messinstrumente bereits vor zwei Wochen aus dem Objekt zurückgezogen. „Einerseits bin ich froh, dass das Ding jetzt weg ist und niemand gefährdet ist“, sagt Hörnums Hafenmeister Olaf Pforr, „andererseits bin ich auch nicht glücklich, dass dieses Stück Hörnumer Geschichte verschwinden muss, weil das Land nicht aufwacht und merkt, dass wir durch die Sandabbrüche langsam riesige Probleme bekommen.“

Demnächst soll der Leuchtturm nach Amrum gebracht werden – ob und wo er zukünftig eingesetzt wird, ist noch unklar. Und wo das gute Stück bis zu seinem Übersetzen lagert, möchte der Hafenmeister lieber nicht verraten – damit die kleine Touristenattraktion keine wagemutigen Besucher anlockt. Übrigens: In Betrieb ist das Hörnumer Unterfeuer schon seit 1997 nicht mehr.

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