Ein Stuhl für Ai Weiwei

Ai Weiwei  Foto: dpa
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Ai Weiwei Foto: dpa

Goldschmied Christoph Freier ruft zu Solidarität mit inhaftiertem chinesischen Künstler auf

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11. Mai 2011, 07:26 Uhr

Keitum | Vor dem weißen Haus im Erich-Johannsen-Wai steht ein knallroter Gartenstuhl mit angeklebtem Zettel: "Nr. 1001 - Tausend und ein Stuhl für Ai Weiwei". Wie viele Künstler in ganz Deutschland hat Goldschmied Christoph Freier den Stuhl für den vor einem Monat verhafteten und seither verschwundenen chinesischen Künstler und Regimekritiker reserviert. Der Titel der Aktion ist eine Anspielung auf die Kunstperformance, mit der der heute 53-Jährige in Deutschland bekannt wurde. Für die documenta 2007 hatte Weiwei 1001 Landsleute nach Kassel geholt. Für Freier, der oft in China war, geht es bei der Protestaktion darum, "einem Staat zu zeigen, dass man einen Menschen nicht einfach von der Bildfläche verschwinden lassen kann, sondern dass es Leute gibt, die protestieren". Wer sich der Aktion anschließen will, kann per Mail an info@gold-silberwerkstatt.de den Ausdruck bestellen. Den Zettel an einen Stuhl kleben, vors Haus stellen, fotografieren und an kontakt@busch8.de mailen. Die Bilder werden gesammelt und der chinesischen Botschaft übergeben.

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