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Lanserhof in List : „Ein Projekt mit Strahlkraft“

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Neben der Zustimmung der Gemeindevertreter gibt es bis ins Wirtschaftsministerium große Freude über den geplanten Lanserhof.

Der Lanserhof kommt nach List, das entschieden die Lister Gemeindevertreter  einstimmig in ihrer Sitzung. Der Zuspruch der  Politiker wurde  auch im  Kieler Wirtschaftsministerium positiv aufgenommen.  Minister Reinhard Meyer  beglückwünschte die Insel zu der Entscheidung: „Der Lanserhof wird künftig ein ganz besonderes Angebot für eine ganz besondere Insel sein. Denn immerhin ist  das Unternehmen weltweit Spitzenklasse im Bereich Medical Wellness“.

Moritz Luft von Sylt Marketing  ist von dem Konzept für Sylt ebenfalls überzeugt: „Durch den Lanserhof wird Sylt  als Gesundheitsstandort noch stärker Ausdruck verliehen, das finde ich als Nebeneffekt sehr gut.“  Aber auch generell könne das Projekt der Insel nur gut tun und sie bereichern. „Es ist keine Konkurrenzsituation zu bestehenden Anbietern zu befürchten, sondern es handelt sich um eine klare und spitz ausgerichtete Angebotssituation, die es hier  und auch in ganz Schleswig-Holstein noch nicht gibt“, so Luft. „Insofern ist das nicht nur für die Insel, sondern auch für das ganze Bundesland von höchstem Interesse.“

Auch in Tirol schaut man interessiert in den Norden. In Lans, einer kleinen Gemeinde nähe Innsbruck, entstand vor über 30 Jahren der erste Lanserhof. Esther Wilhelm, Marketing-Chefin der Innsbruck Tourismus GmbH, sieht das Angebot, dass das Unternehmen auf die Insel bringen wird, durchweg positiv: „Der Lanserhof wird das Hotelangebot auf Sylt sicherlich bereichern. Für uns in Innsbruck ist er auf jeden Fall ein Leitbetrieb und wir sind froh und stolz, unseren Gästen mit dem Lanserhof ein Hotel im Bereich Medical Wellnes anbieten zu können, das in der internationalen Oberliga spielt“, sagt Wilhelm.

Vor allem würde die Klinik  Gäste aus ganz Europa ansprechen, was sich auch in der Gästestruktur widerspiegelt. „Abgesehen von klassischen Nahmärkten wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz checken im Lanserhof auch sehr viele russische Gäste oder Gäste aus Großbritannien ein.“  Bei Gästen des Lanserhofs handele es sich um Menschen  mit sehr gehobenen Einkommen, die teils im Privatjet anreisen und die auf höchste Diskretion achten. Man könne diese Gäste aber sicherlich nicht mit klassischen Städtetouristen vergleichen.

Es war ein emotionaler Auftritt, den die Lister Gemeindevertreter und etwa 80 interessierte Bürger am vergangenen Donnerstag im Lister Mehrzwecksaal der ehemaligen Grundschule  erlebten. Dr. Christian Harisch, Geschäftsführer der Lanserhof GmbH, war zu  der Sitzung, die   über die Zukunft seines geplanten Medical Spas entscheiden sollte, mit großer Entourage  angereist: Seine Frau Anita („das Familienoberhaupt“), sein Marketing-Chef  Nils Behrens sowie   Entwicklungs-Chef Julian von Bothmer („mein ständiger Begleiter“)  waren gekommen, wie auch Star-Architekt  Christoph Ingenhoven gemeinsam mit Projektmanager Moritz Krogmann. Alle wollten unbedingt dabei sein, wenn das geplante Lanserhof-Projekt im Sylter Norden von den Gemeindevertretern abgesegnet wird.

 Der Plan des Unternehmers ist gigantisch: Bis ins Jahr 2019 soll für geschätzte 100 Millionen Euro Investitionsvolumen auf dem Gelände des ehemaligen Offiziersheim am Lister Watt (siehe Abbildung oben) mit dem Lanserhof eine Privatklinik  entstehen,  die gut betuchte und auch  internationale  Gäste mit einem Angebot aus Fasten-Kur und medizinischer Versorgung auf die Insel locken will (wir berichteten).

Um die Gemeindevertreter von seinen ernsten Absichten zu überzeugen, griff der Tiroler Jurist Harisch tief in die Werbe-Trickkiste: Es wurden hochprofessionelle Image-Filme mit schlanken Menschen beim Yoga in der freien Natur gezeigt, tief-orange Sonnenaufgänge über den Tiroler Alpen und strahlende Gesichter bei jung und alt. Dazu betonte Harisch nachdrücklich, dass der Lister Lanserhof ein absolutes Herzensprojekt für ihn darstelle und ein „ganz ganz großen Traum“ sei. Mit Erfolg: Die Lister Gemeindevertreter folgten dem Projekt einstimmig. „Emotional war das der wichtigste Tag für uns“, sagte Harisch gegenüber der Sylter Rundschau, „denn wenn Sie zuhause keine Unterstützung erhalten, ist so ein Projekt schon zum Scheitern verurteilt.“

Dass die Entscheidung zugunsten des Projekts ausfiel, sei keineswegs selbstverständlich gewesen, sagte Lists Bürgermeister Ronald Benck am Tag danach. „Die Stimmung unter den Politikern  war nicht immer so von Harmonie geprägt wie bei dieser Sitzung. Es gab zuvor auch diverse Wellentäler, durch die wir hindurch mussten“. Schlussendlich sei man  jedoch auf einen Nenner gekommen und „so ist es für beide Seiten ein guter Tag gewesen“, so Ronald Benck, der sich auch persönlich sehr freut: „Dieses Projekt wird eine Strahlkraft haben, die weit über die Insel hinausgeht.“

 

 

 

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erstellt am 16.Dez.2016 | 18:07 Uhr

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