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"Raum der Stille" auf Sylt : Ein Ort zum Innehalten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In der Asklepios Nordseeklinik Westerland wurde der „Raum der Stille“ eingeweiht.

„Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich freue! Es ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe!“ Krankenhausseelsorgerin Elke Harms hatte sich schon so lange einen Raum gewünscht, in dem man unbehelligt Gespräche führen kann, einen Raum, in dem man durchatmen und zur Ruhe kommen kann. Dieser Rückzugsort sollte leicht zu finden und rund um die Uhr offen sein. Und nun war es soweit, der „Raum der Stille“ in der Asklepios Nordseeklinik wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde und im Kreise zahlreicher Mitarbeiter eingeweiht.

Nach seiner Begrüßungsrede bat Geschäftsführer Dr. Ulrich Wenning Elke Harms, das rote Band zum Raum der Stille durchzuschneiden. Es ist das ehemalige Krankenzimmer 101, linksseitig des Foyers am Haupteingang der Akutklinik. Der erste Blick fällt automatisch auf das Bild, welches der Künstler Lars Wiggert eigens für diesen besonderen Raum gemalt hat. „Sanftmut und Geborgenheit, Weite und Erhabenheit soll es ausstrahlen, so war meine Vorgabe“, erzählt der ehemalige Sylter.

Ein Projektteam (siehe Foto) nahm sich der Gestaltung des Zimmers an, Unterstützung gab es von der Firma Volker Kiose, Tischlerei Grimm und Möbelhaus Flintermann. So entstand ein Raum mit bequemer Sitzgelegenheit, freundlich und einladend, aber bewusst dezent eingerichtet. „Dies ist kein Sterbe- oder Abschiedszimmer“, betont Pflegedienstleiter Volker Raschke. „Dieser Raum steht Patienten, Angehörigen und auch unseren Mitarbeitern zur Verfügung.“ Es ist also ein Rückzugsort, zum Innehalten und Durchatmen, für Gespräche im geschützten Raum und ja, auch zum Beten. „Wir hoffen, er wird gut angenommen“, betont Elke Harms, während sie sich auf das gemütliche Sofa setzt. Dass sie selbst diesen Ort häufig nutzen wird, versteht sich. Dann schaut sie auf das Bild an der Wand, die Farben sind vorn eher dunkel, dann gehen sie in die warmen Töne des Sonnenuntergangs über: rot, orange, gelb, eine Lampe über dem Bild bringt die Farben noch mehr zum Strahlen. „Das soll uns etwas sagen“, so die Krankenhausseelsorgerin. „Manchmal scheint es zwar weit weg, doch nach dem dunklen Tunnel kommt irgendwo auch wieder ein Licht.“


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