zur Navigation springen

Wohnungen für Asylbewerber : Ein klares Signal: Sylt hilft!

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bürgervorsteher Peter Schnittgard äußert sich zur aktuellen Flüchtlingssituation auf der Insel.

Die dramatische Zunahme der Flüchtlingszahlen berührt ganz Europa, ganz Deutschland, also natürlich auch uns. Das geht uns alle an. Der Aufruf zur Hilfe ist auf Sylt nicht nur angekommen, sondern spiegelt sich bereits in zahlreichen Aktivitäten unserer Verwaltung, der ehrenamtlichen Helfer und vieler Bürger wider.

Fakt ist: Sylt hilft – und wir merken, das wird sehr dankbar aufgenommen. Auch wir Gemeindevertreter stellen uns dieser Verantwortung. Deshalb haben wir einen von allen Fraktionen unterstützten und dann ja einstimmig angenommenen Antrag formuliert, um kurzfristig eine angemessene Zwischenlösung zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu schaffen. Wir mussten schnell handeln und wir haben schnell gehandelt, um die aktuelle Notphase zu überbrücken.

Ich bin sehr dankbar, dass KLM da auf dem kürzesten Dienstweg richtig gut mitgemacht und innerhalb kürzester Zeit geprüft hat, was aus dem Bestand als Wohnraum für diese Menschen in Not genutzt werden kann. Ich will jedoch ebenso deutlich sagen: Diese Wohnungen sind nicht geeignet für dauerhaftes Wohnen. Ich habe mir das selbst angesehen. Und das Wichtigste angesichts der unbestritten sehr großen Wohnungsnot auf der Insel: Durch unsere dringend notwendige Initiative wird niemanden irgendetwas weggenommen!

Unser kommunaler Wohnungsbau bleibt voll im Kurs. Alles, was beschlossen wurde, was in der Vorbereitung oder bereits in der Realisierung ist, wird in keiner Weise eingeschränkt, unterbrochen oder sogar ganz eingestellt. Ob aber die geplanten Abrisse in einem halben Jahr oder erst später starten, ist doch egal.

Es tut der Gesamtkonstellation der aktuellen Situation und Diskussion zum Thema in Deutschland gut, wenn wir sagen und deutlich zeigen: Auch die Gemeinde Sylt hat eine Willkommenskultur und wir leben diese Kultur. Das, was jetzt geleistet werden muss, ist für jede Kommune schwer. Aber diese Klimmzüge sind dringend notwendig – denn es geht schließlich um Menschen, ihre Würde, ihr Leben.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Sep.2015 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen