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Sylter Rundschau

23. November 2017 | 10:36 Uhr

Sylter Gastronomie : Ein Italiener auf Sylt

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Antonio Kabbani ist eigentlich Architekt, aber vielmehr noch ist er Gastgeber aus Leidenschaft.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Wer das „il Ristorante“ im Quellenhaus Rantum betritt, wird stets persönlich von seinem strahlenden „Patrone“ begrüßt. Denn wer bei Antonio Kabbani durch die Tür kommt, ist nicht nur Gast und damit König, er ist vor allem ein guter Freund, der herzlich aufgenommen wird.

Kabbanis Stammgäste kommen seit vielen Jahren und folgen dem Chef des Hauses, wo auch immer er sein „il Ristorante“ eröffnet. Denn bevor er 2012 sein gastliches Haus nach Rantum verlegte, konnte man seine feine italienische Küche bereits in Westerland und zuvor elf Jahre lang in Kampen genießen.

Dort, in der noblen Gemeinde der Norddörfer, machte Kabbani 1989 seine ersten Insel-Erfahrungen. „Eigentlich kam ich nur zur Erholung für einen kurzen Urlaub nach Sylt“, erinnert er sich lachend, „denn ich arbeitete früher als Architekt, rutschte dann in die Gastronomie rein und führte zu dem Zeitpunkt bereits ein kleines Hotel in Aachen. Ich wollte nur mal ausspannen und dann habe ich mich Hals über Kopf verliebt – nicht in eine Frau, sondern in die Insel!“
Schon wenige Monate später kam der ehemalige Architekt mit den außergewöhnlichen Gastgeberqualitäten zurück – diesmal mit Sack und Pack und der Absicht, hier Wurzeln zu schlagen. Die im Urlaub hergestellten Kontakte zur „Kupferkanne“ in Kampen ebneten ihm dann seinen Weg in die Sylter Gastronomie. „Ich arbeitete tagsüber im Café der Kupferkanne, am Abend im Restaurant Kupferpfanne und stand nachts an der Champagner-Bar im Club Rotes Kliff“, so Kabbani. Alle guten Dinge sind eben drei, dachte er sich und blieb auch dabei. Denn schon wenig später übernahm er die Nachfolge der legendären „Karlchen“-Bar und eröffnete auf der Kampener Kurhausstraße sein erstes „il Ristorante“. Im Jahr 2000 folgte die Westerländer Dependance und parallel dazu kümmerte er sich um die Gastronomie im Kampener Golfclub.

Hätte er 1999 nicht die Frau seines Lebens getroffen, die ihm 2003 und 2005 Sohn und Tochter schenkte, hätte der fleißige Kabbani sicher weiter auf vielen Hochzeiten gleichzeitig getanzt. „Aber mit Ina und meinen Kindern bin ich ruhiger geworden und verbringe die wenige freie Zeit natürlich am liebsten mit ihnen.“

Doch die meiste Zeit verbringt der leidenschaftliche Gastgeber immer noch in seinem Restaurant, das mit seiner exzellenten mediterranen Küche, der hausgemachten Pasta und den Fisch-Spezialitäten wie geschaffen ist für die Insel. „Mit Sylt und mit Italien verbinden die Menschen eben Urlaub, Erholung und Genuss - das passt perfekt zusammen“, resümiert er. „Ich hätte niemals ein anderes Restaurant eröffnet als ein italienisches“, betont er und erinnert sich dabei an das besondere Flair seiner Kindheit, die er teilweise in Florenz verbracht hat, bevor ihn sein Lebensweg über Lion und Aachen und Sylt führte. Die Sonne Italiens hat er jedenfalls stets im Herzen getragen und gibt sie weiter an alle, die ihn kennen lernen.

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