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Sylter Rundschau

18. Oktober 2017 | 02:25 Uhr

Ein Hunde-Profi als Ranger

vom

Stefanie Hausen (30) betreibt in diesem Sommer in den Norddörfern "Aufklärung durch Überzeugung"

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Wenningstedt/Kampen | Zum vierten Mal wird in diesem Sommer ein Naturschutz-Ranger seinen Dienst in den Norddörfern Wenningstedt, Braderup und Kampen versehen. Mit der 30-jährigen Stefanie Hausen ist seit Anfang dieser Woche zum zweiten Mal eine Rangerin im Einsatz. Allerdings eine, die zwei Erfahrungen mitbringt, die ihre Vorgänger nicht hatten. "Sie ist gebürtige Wenningstedterin und unser erster Ranger mit Hund", sagt Wenningstedts Tourismusdirektor Henning Sieverts.

Da der Kontakt mit Hundehaltern von Anfang Mai bis Ende Ende September zu den Hauptaufgaben des Norddörfer Rangers gehört, ist Stefanie Hausen auch darüber hinaus eine Idealbesetzung: Die gelernte Physiotherapeutin, die nach fünf Jahren ihre eigene Praxis in Tinnum verkauft hat, studiert parallel zu ihrem Job Tierpsychologie mit dem Schwerpunkt Hundeverhaltensberatung und ist selbst Landesmeisterin im Turnierhundesport. Sie weiß also sowohl mit Hund wie auch mit Herrchen oder Frauchen umzugehen. Neben ihren Qualitäten als Hunde-Profi wird bei dem Job auch ihr Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt gefragt sein. "Natürlich ist das für mich wichtig, um den Leuten erklären zu können, warum ihre Hunde nicht in die Dünen laufen oder am Watt frei herumtoben können."

Die ersten Tage fand Stefanie Hausen "sehr spannend und interessant". Nicht zuletzt wegen der positiven Reaktionen auf ihre Ranger-Uniform mit dem markanten Lederhut. "Das Outfit spricht die Leute offenbar an." Sofort zu erkennen ist auch ihr vierbeiniger Begleiter "Jamiro". Am Geschirr des perfekt erzogenen fünfjährigen Border-Husky-Mischling prangt in Neon-Orange der Schriftzug "Ranger". Er wird sein Frauchen auf einigen Routen begleiten. Allerdings nicht, um uneinsichtige Gäste einzuschüchtern, wie Stefanie Hausen erklärt: "Ich zeige damit, dass ich nichts gegen Hunde habe, und animiere andere Hundehalter automatisch dazu, ihren Hund ebenfalls anzuleinen." Ganz im Sinne von Kampens Tourismus-Chefin Birgit Friese, die die Ranger-Aufgabe mit dem Satz beschreibt: "Aufklärung durch Überzeugung."

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