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"Nordfriesische Lammtage" : Ein Exportmodell für Tiroler

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Tiroler Schafzüchter wollen von den Nordfriesen lernen: Eine Delegation informierte sich jetzt über die erfolgreichen "Nordfriesischen Lammtage" und Vermarktungsmöglichkeiten von Lammprodukten.

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erstellt am 17.Jul.2009 | 06:44 Uhr

Nordfriesland | Angefangen hatte alles vor Jahren bei der "Internationalen Grünen Woche" in Berlin, als sich Vertreter des Fördervereins "Nordfriesische Lammtage" und des Tiroler Schafzuchtverbandes kennenlernten. Ein Austausch von Informationen führte zu einem lockeren Kontakt, der sich im Laufe der Jahre mehr und mehr intensiviert hat. Das führte nun zu dem Besuch einer kleinen Delegation aus Innsbruck.

"Wir sind sehr neugierig geworden, als wir von der großartigen Arbeit des Fördervereins zur Lammfleisch-Vermarktung aus Nordfriesland hörten", berichtete Johannes Fitsch, Geschäftsführer des Tiroler Schafzuchtverbandes.

"Zudem haben wir das Auftreten der nordfriesischen Lammköniginnen bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin über Jahre verfolgt und die hervorragende Werbung für den Kreis Nordfriesland durch diese Damen bewundert. Das wollen wir uns nun näher ansehen", begründeten die Mitarbeiter Johann Jaufenthaler und Raphael Kuen ihre Reise aus dem Alpenland in den hohen Norden.
Kooperation noch schwierig

Lammkönigin Kristin Carstensen, Fördervereins-Vorsitzende Kerrin Carstensen und der langjährige, ehemalige Vorsitzende Günter Fleskes begleiteten die österreichische Delegation und stellten die nordfriesische Küsten- und Wattenlandschaft als Aufzuchtgebiet heimischer Lämmer vor.

Bei einem Besuch des Hofladens Baumbach auf Nordstrand wurde den Gästen vermittelt, wie Lamm- und Schafprodukte bundesweit vermarktet werden. In Husum folgte ein Meinungsaustausch bei der Nordsee-Tourismus-Service GmbH. Geschäftsführerin Constanze Höfinghoff erläuterte die großen Anstrengungen der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, in den Alpenländern bekannt zu werden. Diskutiert wurde die Möglichkeit einer Kooperation mit Tirol, was sich zurzeit aber noch als schwierig darstellt.

Mit einem festlichen "Eiderstedter Mahl" im Roten Haubarg bei Witzwort wurde der österreichische Besuch verabschiedet. "Wir konnten wichtige Erkenntnisse für unser Vermarktungsprogramm für Tiroler Berglämmer hier in Nordfriesland erhalten und haben die Nordseeküste als Kontrast zu unseren Bergen genossen", lautete das einhellige Resümee.

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