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Sylter Rundschau

22. November 2017 | 19:42 Uhr

Ein Board, ein Drachen und ausreichend Wind

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Anlässlich des Summer Openings, das jetzt auf Sylt startet, erklären wir hier die wichtigsten Fakten rund um das Kiten

von
erstellt am 05.Mai.2016 | 17:48 Uhr

Ein Board, ein Drache und ausreichend Wind: Viel mehr braucht man nicht, um mit dem Kitesurfen zu starten. Wer gekonnt über das Wasser flitzen möchte, braucht außerdem jahrelanges Training und Erfahrung. Über beides verfügen die Sportler, die ab Mittwoch, 11. Mai, bei den Wettbewerben der Kitesurf Masters beim Summer Opening auf Sylt starten.

Hier treten die Teilnehmer in den beiden Disziplinen Racing und Freestyle an und kämpfen bis zum Pfingstmontag (16. Mai) um Punkte für die Deutsche Meisterschaftswertung.

Die Ausrüstung für diesen Sport ist nicht billig, sagt Kitetrainer Dirk Effler: Ein zwölf Quadratmeter großer gebrauchter Kite, mit Board, Bar und Neoprenanzug koste rund 2000 Euro. „Allerdings gilt das nur für die Anfängerausrüstung“, so der Experte. Beginnern empfehle er dringend, eine Kiteschule zu besuchen.

Dieses Stadium haben die Profis längst hinter sich gelassen: In der Disziplin Racing geht es darum, möglichst schnell und mit guter Technik zu kiten, schreibt Veranstalter Choppy Water auf seiner Homepage. Im Freestyle kommt es darauf an, möglichst spektakulär zu kiten. Die radikalsten Sprünge, Loopings und Tricks werden dann von einer Jury bewertet.

Die Kitesurf Masters sind die höchste nationale Liga im Kitesurfen. Unter dem Dach der German Kitesurfing Association (GKA) und des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) wird in dieser Serie um den offiziellen Deutschen Meisterschaftstitel im Kitesurfen gekämpft.

Der Meistertitel wird bei einer Regattaserie ermittelt: Diese besteht aus drei bis fünf Tourstopps an verschiedenen Stränden von Nord- und Ostsee. Die Ergebnisse der Regatten werden in einer Rangliste zusammengefasst. „Deutscher Meister“ wird, wer zum Saisonende die Liste anführt.

Momentan ist das Kitesurfen im schleswig-holsteinischen Nationalpark Wattenmeer fast überall erlaubt. So müssen die Sportler an der Westseite der Insel zum Beispiel die Badezonen meiden sowie rund 100 - 150 Meter Abstand zum Ufer halten.

Demnächst will die Nationalparkverwaltung (NPV) ein Papier herausgeben, in dem steht, wo genau die Kiter fahren dürfen und wo nicht. Diese eventuellen Einschränkungen dürften für Sylter Kiter allerdings keine sein – denn bisher galten diese ungeschriebenen Gesetzt oder Verordnungen auf der Insel auf freiwilliger Basis und wurden von den Sportlern weitgehend eingehalten. „Auf Sylt hatten wir bisher keine Probleme mit Kitern“, bestätigt auch Manfred Uekermann, Vorsitzender des Landschaftszweckverbandes (LZV) Sylt.

Beim Summer Opening, das vom 5. bis 16. Mai auf Sylt stattfindet, werden die Surfer sowieso nur an einem Spot vor dem Brandenburger Strand surfen. Zwölf Tage lang werden Wind-und Kitesurfer das Meer vor Westerland dann wieder in eine Wettkampf-Arena verwandeln. Außerhalb des Wassers locken Buden mit Getränken und Speisen sowie Partyzelte an der Promenade die Besucher. Im vergangenen Jahr hatten mehrere zehntausend Besucher an fünf Wettkampftagen das Summer Opening verfolgt. 58 Teilnehmer aus neun Nationen gingen damals an den Start.

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