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Sportevent auf Sylt : Durch Matsch und Schafsschiete

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der „Run um’s Rantumbecken“ ist ein besonderes Naturerlebnis: Über 200 Läufer kämpften sich bei Gegenwind über nasse Deichwege

Eigentlich wollte Anna Brosowski selbst mitlaufen und sicherte sich frühzeitig ihre Startnummer. Die musste sie aber wieder abgeben, weil sie seit Mai für den ISTS tätig und nun unter anderem für die Organisation des „Run um’s Rantumbecken“ zuständig ist. Vor vier Wochen war Anmeldeschluss, 204 Teilnehmer standen gestern am Start. Auf dem Deich am Rantumer Hafen herrschte eine gespannte, aber sehr fröhliche Stimmung. Bea Lück-Wummel erklärte, ihr Hauptziel sei es, im Ziel anzukommen. Und Otto Matzen beantwortete die Frage, wie er sich auf den Lauf vorbereitet hätte, so: „Ich laufe eigentlich immer. Aber nicht so oft.“ Versteht sich, dass er über seine eigenen Worte lachen musste. „Die schwierigste Strecke wird die auf dem Deich nach der letzten große Kurve sein“, sagte Claudia Nagel voraus und sie sollte recht behalten.

Unter den Zuschauern befand sich auch der Lister Wehrführer Andreas Fließ, als Teilnehmer käme er allerdings nicht in Frage: „Für solche Strecken halt ich mir ein Auto.“ Dann wurde es ernst, pünktlich um 10 Uhr erfolgte das Startsignal. Die Strecke ist ein Naturerlebnis, kein Weg ist präpariert; wie man den Schuhen der Teilnehmer ansehen konnte, ging es durch Matsch und Schafsschiete, zudem mussten unterwegs Gatter geöffnet und geschlossen werden, der Schafe wegen. Nach 36:36 Minuten und mit großem Vorsprung lief Dirk Henningsen – wie im Vorjahr – als Erster durch’s Ziel. „Das war die Hölle heute“, gab er freimütig zu. „Am schlimmsten fand ich die matschig-nassen Wege.“ Dennoch erklärte der ehemalige Tinnumer: „Es war wieder total schön hier, schließlich war das früher meine Hausstrecke.“ Auch bei den Damen gewann die Vorjahressiegerin: Unter großem Applaus wurde Sandra Morchner als erste Frau im Ziel empfangen – mit einer Zeit von 40:26 Minuten. Kai Blenckner vom GHSV Sylt beweist seine Kondition häufig auf diversen Hundesport-Turnieren, diesmal aber mussten die Vierbeiner Kati, Kim und Artus zu Hause bleiben. Er bestätigte die Worte seiner Konkurrenz: „Das letzte Stück auf dem Deich ist echt fies. Ausgerechnet kurz vor dem Ziel, wo alle gucken, muss man extrem gegen den Wind kämpfen.“ Dann grinste jedoch er: „Aber es war cool, ich werde meine Vereinskollegen motivieren, nächstes Mal mitzulaufen. Vor allem unsere Vereinsvorsitzende!“ Andrea Röhrborn, Sportfreunde List, war bisher bei jedem Rantum-RUN dabei: „Es hat tatsächlich kein Mal geregnet ... Ich freu mich jetzt sehr auf das TUI-Dorfhotel, dort bekommen wir Frühstück und Kurz-Massage, sogar der Spa-Bereich steht uns offen. Echt super.“ Das bereitstehende Team vom DRK-Sylt wurde übrigens nicht benötigt, alle kamen heil an. Wie sagte Anna Brosowski vor dem Start: „Jeder, der heute durchkommt, ist ein Sieger.“ Verlierer gab es somit keine.

Alle Teilnehmer und ihre Laufzeiten stehen auf der Webseite des ISTS unter www.insel-sylt.de
 

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erstellt am 21.Sep.2015 | 05:30 Uhr

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