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Surf World Cup Sylt 2014 : Durch die Nacht mit Miriam Köthe

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wie waren die Feiern bei ersten Surf-Cup-Wochenende? Die Journalistin, Sylt-Liebhaberin und begeisterte Party-Gängerin berichtet.

Das erste Wochenende des Windsurf World Cups 2014 hat sich über die Jahre partymäßig ordentlich gemausert. Was früher als „Warm- up“ fürs Abschlusswochenende galt, hat sich heute zum heimliche Party- Highlight der größten Veranstaltung der Insel entwickelt. Miriam Köthe hat sich für die Sylter Rundschau ins Getümmel gestürzt.

„Meine Güte... und das ist erst der erste Abend. Wie soll das bloß am kommenden Wochenende werden?“ ruft DJ Harry kopfschüttelnd von seinem DJ-Pult in die Menge. Freitagabend, es ist 20 Uhr. Das Party- Zelt am Brandenburger Strand ist nicht randvoll, aber voll. Randvoll ist es nach meiner Definition erst, wenn das Kondenswasser von den Zeltdecken tropft und sich die ein oder andere Jacke, die oben über dem Gestänge hängt durch die Vibrationen selbstständig macht. Es läuft der Sylt Klassiker schlechthin: „Westerland“ von den Ärzten. Das komplette Zelt singt lauthals mit. Eine Hamburger Männer- Gruppe („Wir kommen bereits seit zehn Jahren am ersten Wochenende!“) neben mir bestellt am „Nordtresen“ eine Runde „Flying Hirsch“. Was ist das? Ich gucke mir das Szenario aus sicherer Entfernung an. Vor den Männern werden nebeneinander Gläser aufgebaut und zu einem Drittel mit Energy Drinks gefüllt. Oben auf die Glasränder werden kleine Flaschen mit Kräuterschnaps aufgestellt. Tresenkraft Sven stößt die erste Flasche an und plumps kippen die Fläschchen wie Dominosteine ins Glas. So wird es dann getrunken. Beeindruckend. Ich habe mal wieder etwas dazu gelernt, bleibe aber sicherheitshalber bei meinem Prosecco.

Auch vor dem Zelt knallen an den Bierständen die Kronkorken. Grund ist natürlich das angenehme Frühherbstwetter. Da kann man gut auch noch mal ein Bierchen oder eine Weinschorle outdoor zischen. Passenderweise läuft jetzt im Zelt „Summer“ von Calvin Harris. Es wird getanzt, gelacht, getrunken und zu späterer Stunde, wenn sich das ein oder andere Pärchen gefunden hat, auch geknutscht.

21 Uhr. Es ist an einigen engen Stellen im Zelt kein Durchkommen mehr. Mein Toilettengang dauert im Gesamten 30 Minuten. „Ich dachte schon, du bist nach Hause gegangen,“ witzelt meine Freundin Silke. Da die Musik im Zelt nur bis 23 Uhr geht, entscheide ich, nur noch an meinem Glas zu nippen, um nicht noch mal kostbare Zeit zu verlieren. DJ Harry legt musikalisch noch ne Schippe rauf. „Ich weiß nicht wie viele von euch mich seit 18 Uhr gefragt haben, wann ich Helene Fischer spiele. Jetzt geht’s los. Abfaaahrt!“ Textfestigkeit 100 Prozent. Die nächsten zwei Stunden vergehen wie im Fluge. Ein Partykracher reiht sich an den nächsten. Und schwups erklingen die „magischen zwei“. So nenne ich die letzten beiden Titel, bevor der Zelt-Zauber vorbei ist. Seit Jahren werden die gleichen Abschlusssongs gespielt: erst „On the Radio“ von Donna Summer und zum Schluss „Aloah He“ von Achim Reichel.

Danach ist lockerer Zelt-Ausklang angesagt, bis es weiter in eine der zahlreichen tollen After-Tent-Surfcup-Party-Locations geht. Kneipen, Clubs oder Weinbars. Hier findet jeder was zum Feiern. Dieses Jahr ist alles wie immer. Und das ist absolut als Kompliment gemeint. Vorm American Bistro parkt wie zu jedem Surf-Cup ein Garderoben- LKW, in die Wunderbar ist kaum reinzukommen (hier dauert der Toilettengang - und auch da spreche ich aus eigener Erfahrung - noch länger als im Zelt zur Sturm und Drangzeit. Und das bei kürzerer Wegstrecke!), bei Charlie in Gosch-Kneipe und in De Kök wird sich fröhlich zugeprostet, dazu werden Schlager mitgesungen . Spätestens im Classic Club trifft man alle tanzbegeisterten aus dem Partyzelt dann wieder. Und nicht vergessen: All das können die Feierhungrigen fußläufig erleben. Eingefleischte Partypeople sprechen zum Surfcup auch gerne vom „Westerländer Bermuda-Dreieck“ mit dem Brandenburger Strand im oberen Winkel und der Friedrich- und der Paulstraße in den unteren Winkeln. Alles erreichbar in höchstens 10 Minuten.

Was für ein würdiges Party-Auftakt-Wochenende. Und das Schöne ist, kommendes Wochenende geht’s weiter, und dank des Feiertages heißt es sogar für drei Abende „Atemlos durch die Nacht...“ Dann wollen wir mal.

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