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Hörnum und Westerland : Drohnen-Video: Wo Sylt mit Sand verstärkt werden soll

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Aus der Onlineredaktion

Um weitere Landverluste zu verhindern, bekommt die Insel 1,4 Millionen Kubikmeter Sand. Wie der helfen soll, erklären Experten im Video.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 18:21 Uhr

List/Sylt | Mit Sand gegen die Naturgewalten: Experten haben am Dienstag neun Abschnitte festgelegt, an denen sie Sylts Westküste 2016 verstärken wollen. Insgesamt wollen die Küstenschützer des Landes Schleswig-Holstein in diesem Jahr rund 1,4 Millionen Kubikmeter Sand auf rund 10,5 Kilometern Länge aufspülen. Die Kosten dafür liegen nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) bei rund 7,2 Millionen Euro.

Wie das Prinzip funktioniert, erklären Experten im Video:

Eine Sisyphusarbeit, denn den Großteil des Sandes, den Schiffe jedes Jahr vom Meeresboden etwa sieben Kilometer vor Sylt vom Meeresboden saugen und anspülen, holen sich Sturmfluten und Stürme wieder zurück. „Zu den Schwerpunkten zählen Hörnum sowie der Bereich Westerland“, sagte LKN-Direktor Johannes Oelerich zu den für 2016 geplanten Vorspülungen. Vor Westerland würden erstmals gleichzeitig sowohl der Strand als auch der noch unter Wasser befindliche Vorstrand verstärkt. Allein dort sollen insgesamt 410.000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden, 350.000 davon unter Wasser. 260.000 Kubikmeter Sand sollen zudem die bröcklige Westküste vor Hörnum schützen.

Auch über den Verlust der Hörnum-Odde wird aktuell diskutiert. Touristiker befürchten, dass mit ihr ein touristischer Anziehungspunkt von der Insel verschwindet.

Wo genau der Sand verteilt wird, darauf haben sich Vertreter von LKN, Umweltministerium, Landschaftszweckverband sowie der Sylter Gemeinden nun geeinigt. „Gemeinsam haben wir uns die neuralgischen Punkte angeschaut“, sagte Oelerich, nachdem der mehr als 20-köpfige Tross am Dienstag in Geländewagen von Hörnum im Süden der Insel bis nach List im Norden gefahren war.

Die Menge, die ein dänisches Spülschiff 2016 fördern wird, ist dabei etwas geringer als noch im vergangenen Jahr. Damals waren 1,7 Millionen Kubikmeter für rund neun Millionen Euro angespült worden.

Allerdings konnten trotz der zuletzt starken Abbrüche etwa an Sylts Südspitze, der Hörnumer Odde, auf der Insel seit 1990 auch mehr als drei Millionen Kubikmeter des aufgespülten Sands in bis zu 30 Meter breiten, vorgelagerten Dünen als Puffer gebunden werden - unter anderem dank Gräsern und Zäunen, die ihn festhalten.

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