zur Navigation springen

Bilanz : DRK: Mehr Einsätze, keine Badetoten

vom

Über 5 000 Einsätze hatten die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes in den vergangenen zwölf Monaten - und mussten damit öfter ausrücken als im Vorjahr. Im Juli musste das DRK am häufigsten zu Hilfe kommen.

Sylt | Vom Schlaganfall bis zum Sturz, vom Verkehrsunfall bis zur Volltrunkenheit - auch in diesem Jahr wurden die Rettungskräfte von Einheimischen wie Urlaubern wieder auf Trab gehalten. Im Laufe der vergangenen zwölf Monate mussten die Helfer des DRK zu 5 068 Einsätzen ausrücken (6,5 Prozent mehr als im Vorjahr), wobei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkte der häufigste Anlass waren.
Spitzenmonat Juli

Während üblicherweise zwei Rettungswagen und ein Notarzt-Fahrzeug des DRK Westerland auf Abruf bereit stehen, waren im Hochsommer auf Sylt zum Teil bis zu vier Rettungswagen und zwei Notärzte zeitgleich unterwegs. Spitzenmonat war dabei der Juli - im Vergleich zum Februar, dem ruhigsten Monat, wurden dabei etwa dreimal so viele Einsätze gefahren.

So imposant wie die Zahl der Einsätze ist auch die Summe der gefahrenen Kilometer: Etwa 115 000 waren es binnen der vergangenen zwölf Monate, davon allein 25 000 bei Fahrten zum Festland: Ein Teil der 258 von der Insel verlegten Patienten musste in Fachkliniken befördert, andere in Krankenhäuser ihres Heimatortes gebracht werden.

Erfreulich: "In diesem Jahr gab es glücklicherweise keine Badetoten", resümiert DRK-Geschäftsführer Karl-Heinz Kroll. In anderen Jahren ertranken hingegen bis zu zehn Personen im Meer. Gleichwohl ging es anderweitig auch 2008 oft um Leben und Tod - allein 60 Patienten mit schweren Erkrankungen oder Verletzungen mussten mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.
Neue Fahrzeughalle im neuen Jahr

"Oftmals sind es schwere Verletzungen im Kopfbereich oder erschwerte Formen eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes, die uns ein kurzes Zeitfenster vorgeben und so den Einsatz des Rettungshubschraubers bedingen", weiß der stellvertretende Rettungsdienstleiter Andreas Reyer.

Für eine funktionierende Rettungskette sind vor allem zwei tragende Säulen kennzeichnend: Die Kenntnisse der Mitarbeiter und die technische Ausstattung. "In beiden Punkten sind wir hervorragend bestückt", unterstreicht Kroll. So leisten die 34 Kräfte des Rettungsdienstes alljährlich ein Pensum von bis zu 50 Stunden Fortbildung ab, und auch der Fuhrpark mit insgesamt 15 Fahrzeugen - 2008 wurden zwei neue Notarztwagen in Dienst gestellt - ist für alle Eventualitäten bis hin zum so genannten Großschadensfall gerüstet.

Für das kommende Jahr kündigt sich in der Rettungswache (Alte Realschule) eine große Umbaumaßnahme an: Für rund 450 000 Euro wird eine neue Fahrzeughalle gebaut. Karl-Heinz Kroll: "Für die Rettungsfahrzeuge der neuen Generation ist die jetzige Halle unzulänglich."

zur Startseite

von
erstellt am 05.Nov.2008 | 09:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen