ZDF-Dreharbeiten : Dritter "Papa"-Dreh auf Sylt

Susanne Gärtner wird  nachgeschminkt.  Foto: Fotos (2) Syltpicture
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Susanne Gärtner wird nachgeschminkt. Foto: Fotos (2) Syltpicture

Das ZDF dreht zur Zeit "Kein Wort zu Papa" von Dora Heldt / Die Crew bleibt noch bis Ende Juli auf der Insel

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12. Juli 2011, 07:58 Uhr

Keitum | Wind kommt auf, Wolken schieben sich vor die Sonne - der Dreh wird unterbrochen: "Aus!", ruft Regisseur Mark von Seydlitz. Kameramann und Beleuchter zücken ihre Messgeräte. "Dauert noch", lautet ihr Urteil. Die Schauspieler setzen sich.

Rund um das Heimatmuseum verfilmt das ZDF seit einer Woche den dritten Dora- Heldt-Film "Kein Wort zu Papa". Wie Teil 1, "Urlaub mit Papa", wird auch diese Geschichte, obwohl sie auf Norderney spielt, auf Sylt sowie in Hamburg und Umgebung gedreht. "Die Arbeit auf Norderney wäre technisch schwierig, da die Insel autofrei ist", erklärt Axel Rottmann, Regieassistent. Auf Sylt habe die 35-köpfige Crew optimale Bedingungen. "Wir drehen seit einer Woche hier und sind froh über das schöne Wetter." Geplant war, die Schlussszene gestern komplett zu drehen. "Wir haben einen dreiviertel Tag eingeplant, dann müssten wir damit durch sein." Er beißt ein Stück von seinem Brötchen ab und läuft Richtung Kamera. Die Sonne ist wieder rausgekommen. "Wir drehen." - "Ruhe bitte." - "Ton?" - "Ton läuft." - "90-2 die Erste." Die Klappe wird vor die Kamera gehalten, von Seydlitz guckt auf den Monitor: "Und bitte." Die Mundharmonika von Schauspieler Philipp Sonntag ertönt, Lambert Hamel (Rolle: Papa Heinz) stimmt ein Lied an und Angelika Thomas (Rolle: Charlotte, Frau von Heinz) tritt aus dem Haus. Die Schwestern Christine (gespielt von: Susanne Gärtner) und Ines (gespielt von Ann-Sophie Briest) treten dazu. "Danke, aus", ruft der Regisseur. Er tritt zu den Darstellern, spricht mit ihnen ihre Positionen durch. Der Eine soll zwei Schritte vor, die Andere etwas langsamer gehen. "Alles klar? Dann nochmal."

In "Kein Wort zu Papa" erhält Heinz die Nachricht, dass er nicht mehr lang zu leben hat. Er fährt mit seiner Frau Charlotte nach Norderney, wo die Schwestern Christine und Ines vorübergehend eine Pension führen. Von Seydlitz ist mit der Arbeit auf der Insel zufrieden, vor allem wenn das Wetter weiter mitspiele. "Die Szenen, die wir auf Sylt drehen, machen etwa zwei Drittel des gesamten Films aus." Freizeit bleibt da kaum. "Wir sprechen nach dem Dreh den nächsten Tag durch und dann wird geschlafen." Er wendet sich wieder den Schauspielern zu. "Können wir?" Kameramann und Beleuchter winken ab. "In fünf Minuten." Diesmal stören Schleierwolken vor der Sonne das Licht.

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