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Philip Köster im Interview : Dreifach-Loop auf Sylt wäre das Größte

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Interview mit Wave-Champion Philip Köster (19), der auf Sylt gewinnen will, um auf Hawai zum dritten Mal Weltmeister zu werden.

Beim letzten Worldcup vor einer Woche im dänischen Klitmöller hat’s nur zu Platz zwei gereicht, wie konnte das passieren?
Ein zweiter Platz ist doch auch gut und immerhin bin ich noch Weltranglisten-Erster. Man kann nicht immer nur Siege von mir erwarten, denn die Konkurrenz im Waveriding ist sehr groß. Die Bedingungen in Klitmöller waren schwierig und wechselhaft und mein Gegner Marcilio Browne war sehr gut. Ich hatte aber nur 0,63 Punkte Rückstand, es hätte also genau so gut anders herum ausgehen können.

In der Weltrangliste liegst du 99 Punkte vor Alex Mussolini, das heißt, du musst auf Sylt schon gewinnen, um dir den dritten Weltmeistertitel in Folge zu holen, oder?
Da die PWA kurzfristig noch einen World Cup auf Hawaii in den Tourkalender aufgenommen hat, kann ich auf Sylt auch bei einem Sieg noch nicht Weltmeister werden. Daran denke ich hier aber auch gar nicht. Ich will das größte Windsurf-Event der Welt zum zweiten Mal nach 2012 gewinnen und das wird schwer genug.
Wird’s auf Sylt neue Kombinationen von dir zu sehen geben, wenn die Bedingungen es erlauben? Und wie sieht es mit dem Dreifach-Loop aus?
Ich versuche immer etwas Neues auszuprobieren, aber das hängt von den Bedingungen ab und die sind auf Sylt sehr schwierig. Den Dreifach-Loop vor den eigenen Fans als erster Waverider der Welt zu stehen, wäre natürlich das Größte. Aber da muss einfach alles passen.

Nerven dich Vergleiche mit Sebastian Vettel oder Boris Becker nicht langsam?
Ehrlich gesagt, solche Vergleiche nehme ich nicht so ernst. Ich will einfach nur gut windsurfen und wenn das den Leuten gefällt, freut mich das schon. Aber ich bin der Windsurfer Philip Köster und die anderen machen eben ihren Sport.

Bedauerst du es manchmal, dir nicht eine andere Sportart ausgesucht zu haben, in der man mehr Geld verdient?
Windsurfen ist meine Leidenschaft und da würde ich mit keinem anderen Sportler und für kein Geld der Welt tauschen. Außerdem habe ich bis auf den World Cup Sylt, wo der Rummel um meiner Person sehr groß ist, meine Ruhe. Und die ist mir sehr wichtig.

Wie findest du die Idee der PWA, kurzfristig noch einen weiteren Worldcup ins Programm aufzunehmen?
Es wäre natürlich toll gewesen, hier wieder Weltmeister zu werden. Aber grundsätzlich ist es für den Sport gut, wenn die Tour wächst. Gerade Maui ist meine zweite Heimat und war früher immer der Austragungsort des PWA-Finales. Ich freu mich drauf.

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erstellt am 28.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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