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Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 19:23 Uhr

Doch noch Strom für die Marschbahn?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

von
erstellt am 19.Feb.2014 | 13:44 Uhr

Bislang sind es nicht mehr als „erste Gespräche“, wie beide Seiten gestern betonten. Wobei es schon ein Fortschritt ist, dass die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) und die DB Netz AG über die Elektrifizierung des noch stromlosen Teils der Marschbahnstrecke zwischen Itzehoe und Westerland reden. Der von Wirtschaft und Tourismus an der Westküste seit langem geforderte Ausbau wurde in der Vergangenheit nie zu einem ernsthaften Thema zwischen Land und Bahn.

Wie LVS-Sprecher Dennis Fiedel bestätigte, geht die Initiative auf den „Wunsch der Landesregierung“ zurück, die angesichts weiterhin stark steigender Dieselkosten erstmals die Chance sieht, dass sich die hohen Investitionskosten auch amortisieren könnten. „Wobei es noch viel zu früh ist, um sagen zu können, ob eine Elektrifizierung wirklich realistisch ist, da wir nicht ansatzweise wissen, was es kosten wird, und auch die technischen Bedingungen genau betrachtet werden müssen“, erklärte Fiedel.

Auch sein Bahn-Kollege Egbert Meyer-Lovis verweist auf die ungeklärte Machbarkeit und Finanzierung eines solchen Vorhabens. „Aber wenn wir den Auftrag vom Land bekommen, werden wir beides gerne näher untersuchen.“

Der bislang nicht elektrifizierte Teil der Marschbahnstrecke ist rund 170 Kilometer lang. Stromleitungen gibt es auf 19 800 Kilometern des bundesweit 33 000 Kilometer langen Schienennetzes. In der Regel sind dies Strecken auf denen ICE verkehren oder die ein hohes Aufkommen an Güterverkehr aufweisen. Beides trifft auf die Marschbahn nicht zu.

Zum Vergleich: Die Elektrifizierung der 85 Kilometer langen Strecke von Hamburg nach Travemünde kostete vor fünf Jahren 165 Millionen Euro. Fiedel: „Angesichts der Größe der Hausnummer reden wir nicht über etwas, das in den nächsten fünf Jahren fertig sein wird.“

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