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Sylter Rundschau

18. Oktober 2017 | 10:08 Uhr

Einweihung : Dikjen-Deel: "Wie im Hotel"

vom

Nach dem Hauptgebäude wurde nun auch der zweite Bauabschnitt der Jugendherberge Dikjen-Deel übergeben: Jugendministerin Dr. Gitta Trauernicht war nach Westerland gekommen, um das Band zum neuen Bettenhaus durchzuschneiden.

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erstellt am 28.Aug.2008 | 07:03 Uhr

Westerland | "Was habt ihr mir denn da für eine Schere gegeben?", lachte Heiko Pannek, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Jugendherbergwerks (DJH) Nordmark. Während Jugend- und Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht zu seiner rechten und Bürgermeisterin Petra Reiber zu seiner linken schon längst das rote Band durchschnitten hatten, kämpfte Pannek noch mit seinem Teil des Stoffbandes.
Nun Platz für 104 Gäste

Trotz nur teilweise erfolgreichen Banddurchschnitts wurde gestern das neue Bettenhaus in Dikjen-Deel übergeben - der zweite Bauabschnitt nach der Fertigstellung des Hauptgebäudes 2004: Die Jugendherberge südlich von Westerland kann nun 104 Gäste unterbringen (vorher 62).

"Als ich vergangenes Jahr hier zu Besuch war", erinnerte sich Trauernicht, "gab es diesen Anbau noch nicht. Ich freue mich daher umso mehr, dass die Zeit zwischen meinen Besuchen so kurz ist." Man solle bei der Unterbringung von Urlaubern nicht nur die Best-Ager und Familien mit gutem Einkommen im Blick haben, sondern auch junge Leute: "Sie sind die Touristen von morgen und diejenigen, die später wieder hier Urlaub machen. Sylt ist nicht nur die Insel der Schönen und Reichen."
Zwei bis sechs Betten in den Zimmern

Nach Ansicht von Trauernicht entstehe eine "gute Sache" dann, wenn viele Partner - Architekten, Politiker, Handwerker - beteiligt seien. Der zweite Bauabschnitt war mit 326 100 Euro vom Land Schleswig-Holstein unterstützt worden, die gesamte Maßnahme kostete 1,09 Millionen Euro. Ausgestattet sind die neuen Zimmer mit zwei bis sechs Betten, teilweise mit sanitären Anlagen.

"Das ist ja hier wie im Maritim-Hotel!", meinte ein Besucher beim Gang durch den Neubau. "Hier herrscht kein überzogener Luxus, aber ein angemessener Komfort und Privatheit, wie die Gäste es erwarten", sagte Pannek.
Das beste, was er je besucht habe

Das scheint anzukommen bei den Jugendlichen. "In einem Internetforum las ich den Eintrag eines 16-Jährigen", berichtete der stellvertretende Landrat Andreas Tietze, ehemals Inseljugendpfleger. "Er schrieb, dass Dikjen-Deel das Beste sei, was er bisher besucht habe."

Um weiterhin vielen Kindern die Möglichkeit einer Ferienfreizeit zu bieten, warb Trauernicht für die Aktion "Kein Kind ohne Ferienerholung". Als Anstoß werden 2009 in ganz Schleswig-Holstein für 100 Kinder die Übernachtungen um jeweils 100 Euro gesenkt.

Im Anschluss an die Bettenhaus-Übergabe unternahm Trauernicht gemeinsam mit Jugendlichen eine Wanderung durchs Watt.

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