Diese Fassade sorgt für Spannungen

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11. September 2013, 00:31 Uhr

Ein Wandgemälde wird zum Politikum: Heute Mittag will die Wohnungsbaugenossenschaft Gewoba Nord am Kirchenweg direkt gegenüber des Westerländer Bahnhofes ein sechs Stockwerke hohes Fassadengemälde feierlich enthüllen. Eingeladen wurden dazu auch Vertreter der Gemeinde Sylt. Ob aus Verwaltung oder Politik jemand der Einladung des größten privaten Vermieters der Insel folgen wird, scheint jedoch mehr als fraglich.

Während man bei der Gewoba stolz darauf ist, den anreisenden Urlaubern statt einer schmucklosen Fassade ein maritimes Gemälde zu bieten, sieht die Gemeinde das Werk eher als Verunstaltung des Stadtbildes. Mit Hinweis auf den Schutz der Umgebung, speziell des historischen Polizeigebäudes und des Bahnhofes, hatte der Bauausschuss die markante Malerei vergangenes Jahr abgelehnt. Nachdem die Gewoba dagegen erfolglos Widerspruch eingelegt hatte, zog sie gegen die Gemeinde vor Gericht – und bekam Recht.

Unabhängig davon, wie ab heute Mittag die Reaktionen der Öffentlichkeit auf das Gemälde ausfallen, dürfte es dem ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Genossenschaft und Gemeinde nicht gerade förderlich sein.

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