Die Sylter Tracht

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11. November 2018, 15:47 Uhr

Die richtigen alten Sylter Trachten sind auf Sylt vor vielen Jahren nicht mehr so häufig gebraucht worden. Sie waren sehr schwer, und weil das ja aus weißer Wolle war, konnte es nicht bei der Arbeit angezogen werden. Die Haube der Tracht mit silbernen Knöpfen, die bunten Tücher und die silberne Spange auf den Schuhen, dies alles findet man bloß noch im großen Museum in Hamburg. Um 1900 trugen die jungen Mädchen einen weißen langen Rock mit roter breiter Leibbinde. Rote Strümpfe und Schnallenschuhe gehörten dazu. Ein großer Kamm im Haar hielt den Zopf zusammen.

Nach dem ersten Weltkrieg, als der Damm gebaut wurde, fertigte man eine Tracht aus Schwarzem Beiderwand (Stoff aus Wolle und Leinen) mit roten und grauen Streifen und eine weiße Bluse dazu. Auf dem Kopf hatte man eine Trachtenhaube mit bestickten Knöpfen, dazu trug man weiße Strümpfe und schwarze Schuhe.

Diese Kleidung wurde nicht alt. Nach 1930 begannen die Norddörfer Frauen damit, eine neue schicke Tracht aus feiner blauen Wolle mit roten Streifen unten am Rock zu nähen. Eine offene Jacke mit silbernen Knöpfen und einem blauen seidenen Schultertuch gehörte dazu. Genauso wie ein Kopftuch.

Diese seidenen Tücher sahen mit friesischen Blumen aus seidenem Zwirn hübsch aus. Man erkannte da Erika, Dünenrosen, Mohnblumen mit Kornblumen, Ähren in vielen verschiedenen Mustern. Diese Tracht ist auch heute noch eine Sonntagstracht. Nun tanzen die Sylter Kinder in der roten und weißen Tracht. Die Erwachsenen tanzen in einer neuen Tracht, die nach einer alten Tracht neu aufgearbeitet wurde. Die drei verschiedenen Trachten finden viel Beifall.

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