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Reiber-Nachfolge : Die Suche beginnt: Wer soll Bürgermeister werden?

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Bislang hatten alle Parteien damit gerechnet, dass der Westerländer CDU-Politiker Carsten Kerkamm Bürgermeister werden will, wenn Petra Reiber im Mai 2015 abtritt. Nach Kerkamms Absage beginnt nun die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten.

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erstellt am 15.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die Ankündigung von Carsten Kerkamm (CDU), nicht als Nachfolger von Petra Reiber zur Verfügung zu stehen (wir berichteten), hat der anstehenden Bürgermeisterwahl eine neue Wendung gegeben. Die Sylter Rundschau fragte bei Fraktionen und Verwaltung nach, wie man nun einen neuen Bürgermeister finden will und wie das Procedere aussieht.

Nach Auskunft von Hauptamtsleiterin Monika Kuhn wird die Direktwahl voraussichtlich bereits im November dieses Jahres stattfinden, auch wenn die Amtszeit von Petra Reiber erst am 30. April 2015 endet. „Laut Gemeindeordnung muss die Wahl zwischen einem und acht Monaten vor Ende der Amtszeit stattfinden. Da wir eine Stichwahl und mögliche Kündigungsfristen des gewählten Bewerbers berücksichtigen müssen, ist ein möglichst früher Termin geplant.“ Nicht geplant sei bislang eine bundesweite öffentliche Ausschreibung der Stelle, sondern lediglich der lokale Aufruf, Wahlvorschläge einzureichen. Die Frist endet 48 Tage vor dem Wahltermin. Wer sich selbst vorschlägt, muss 180 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten vorweisen. Über Wahltermin und Procedere berät in Kürze der Hauptausschuss.

Nachdem die Insel-Liste Zukunft.Sylt bereits angekündigt hat, eine öffentliche Suche nach einem eigenen Kandidaten zu veranstalten, hat man bei der CDU als stärkster Fraktion die Hoffnung, fraktionsübergreifend einen Kandidaten zu finden und zu unterstützen. Erste Gespräche sollen in Kürze geführt werden. Eine Idee, die bei den meisten Fraktionen auf Zustimmung stößt. „Ein gemeinsamer Kandidat der Politik hätte bei den Bürgern sicherlich gute Chancen“, sagt Klaus Jensen (SSW), dem dabei allerdings ein reiner Verwaltungsfachmann vorschwebt. Auch SPD und SWG verweigern sich einer gemeinsamen Kandidatensuche nicht. „Vielleicht finden wir ja sogar auf der Insel jemanden, der geeignet ist“, sagt Sönke Hansen (SWG).

Maria Andresen (Grüne) kann sich zwar nicht vorstellen, dass sich ihre Fraktion auf die Suche nach einem eigenen Kandidaten macht, würde persönlich jedoch eine öffentliche Ausschreibung begrüßen. „Am wichtigsten wäre aber, dass ein Kandidaten über Verwaltungserfahrung und Organisationstalent verfügt und nach innen wie nach außen glaubwürdig auftritt.“ Die Parteizugehörigkeit hält auch Christian Thiessen (Piraten) für nebensächlich, so lange er „fachlich gut ist und die Insel kennt“. So jemanden zu finden, dürfte jedoch sehr schwer werden. Es sei denn es finde sich ein erfahrener Sylter Politiker, der seinen Schwerpunkt derzeit auf Landesebene habe. „Da gibt es ja jemanden, der schon mal Bürgermeister in Kiel werden wollte“, spielt Thiessen auf den Grünen-Landtagsabgeordneten Dr. Andreas Tietze an. Auf Nachfrage der Sylter Rundschau bekannte der, dass eine Kandidatur für ihn bislang „kein Thema“ sei.

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