Tri Islands Triathlon : Die Strecke des Insel-Triathlon steht

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310 Teilnehmer haben sich bisher für den Tri Island Triathlon über Amrum, Föhr und Sylt angemeldet. Die Sportler müssen auch taktisch denken.

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17. Juli 2015, 05:45 Uhr

Er scheint wirklich stattzufinden: 310 Menschen, meist Männer, haben sich für den Tri Islands Triathlon angemeldet, der am Sonntag, 16. August, auf Amrum, Föhr und Sylt stattfindet. Laut Veranstalter, einem österreichischen Getränkehersteller, sind nun auch alle offenen Fragen mit den Behörden geklärt.

Was erwartet die Teilnehmer auf diesem sehr speziellen Triathlon? Unter anderem eine besonders anspruchsvolle Schwimmstrecke: Das sportliche Event startet am Sonntagmittag an Amrums Nordspitze. Von dort aus geht es rund 2,5 Kilometer durch die dort recht strömungsreiche Nordsee (siehe Karte, blaue Linie). „Wir sichern dort einen Korridor – und je nach Fitnesslevel der Teilnehmer werden sie näher oder weiter entfernt von Utersum auf Föhr ankommen“, erklärt Tim Pollheide vom Veranstalter Red Bull.

Nach der Ankunft auf Föhr geht’s zu Fuß ein kleines Stück bis Utersum am Strand entlang (hellblaue Linie), um von dort aus rund 40 Kilometer in zwei Runden im Norden Föhrs zurück zu legen (rote Linie). Wieder zurück in Utersum werden die Sportler immer zu zwölft per Schiff nach Hörnum gefahren – wer eine Abfahrt verpasst, muss warten. „Bei diesem Triathlon ist auch Taktik gefragt, die Teilnehmer werden versuchen, diese Situation zu vermeiden“, sagte Pollheide. Wer zu langsam ist, hat das größte Problem: Nach knapp drei Stunden nach dem Start werden keine Schiffe mehr nach Sylt übersetzen – die Tide sorgt für einen „natürlichen Knock-Out Modus“, so formulieren es die Veranstalter.

Auf Sylt laufen die Teilnehmer dann eine Runde um Hörnum – davon gut drei Kilometer durch den Sand am Weststrand. Das Ziel steht am Hörnumer Oststrand, dort soll auch um 18 Uhr die Siegerehrung stattfinden. Für Zuschauer, heißt es vom Veranstalter Red Bull, werde eine Art Unterhaltungsprogramm geboten.

Ob es nach diesem ersten Triathlon über die nordfriesischen Inseln in den kommenden Jahren eine Fortsetzung geben wird, ist noch unklar: „Wir sehen dieses Event auch als Probelauf“, so der Red-Bull-Sprecher.

Wer sich für den Triathlon noch anmelden möchte, findet alle Informationen über die Seite www.redbull.com

„Lust, sich zu quälen, gehört dazu“

Joachim Dreykluft, Online-Chefredakteur des sh:z, wird am Tri Islands Triathlon teilnehmen

Flensburg/Sylt Im Alltag kümmert sich Joachim Dreykluft darum, was auf der Internetseiten des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag passiert. In seiner Freizeit läuft, schwimmt und radelt der Online-Chefredakteur. Wie er sich auf seine Teilnahme am Tri Island Triathlon vorbereitet, erklärt er im Interview.

Herr Dreykluft, warum haben Sie sich für dieses Insel-Event angemeldet?
Ich finde diesen Triathlon schlicht spannend – und ganz anders als alle, an denen ich bisher teilgenommen habe. Das Schwimmen in der Nordsee kenne ich zwar schon von einem Triathlon in Sankt Peter-Ording, aber die Strecke zwischen Amrum und Föhr stellt auf jeden Fall eine besondere Herausforderung dar. Dieser Triathlon konfrontiert die Teilnehmer auch sonst mit einigen Unwägbarkeiten: So wechselt man normalerweise an den Wechselzonen nahtlos zwischen den  Disziplinen. Doch in diesem Fall müssen die Teilnehmer beispielsweise am Ende der Radstrecke in Utersum auf Föhr gegebenenfalls warten, bis sie mit einem Boot zur Laufstrecke nach Sylt gebracht werden.

Wie oft trainieren Sie momentan, damit Sie sich diesen Unwägbarkeiten Mitte August fit stellen können?
Ich nehme mir immer fünf  mal pro Woche vor – schaffe aber manchmal nur vier mal.

Für mich klingt auch vier Mal extrem viel –  das Ganze ist doch einfach sehr, sehr anstrengend, oder?
Eine gewisse Lust, sich zu quälen, gehört beim Triathlon-Training schon dazu. Aber gerade jetzt, wo ich  auf ein Ziel hin trainiere, macht es auch viel Spaß – da merke ich, wie ich schneller werde, mich nach bestimmten Etappen weniger schlapp fühle.

Reicht das, um am Ende gut abzuschneiden?
Da dieser Triathlon so anders ist, kann ich gar nicht sagen, wie schnell ich die Strecke schaffen werde. Allerdings würde ich mich schon sehr über mich ärgern, wenn ich beim Schwimmen und Radfahren so langsam bin, dass ich es nicht mehr nach Sylt rüber schaffe. Davon gehe ich aber nicht aus.

Interview: frr

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