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Sylter Rundschau

17. Dezember 2017 | 22:41 Uhr

Die Steinzeit als Denkanstoß

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Sylter Rundschau stellt Entwürfe für moderne Sylter Wohngebäude vor – Folge 3

von
erstellt am 06.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Es sind Entwürfe, die Denkanstöße geben wollen und einen neuen Blick auf Sylter Architektur eröffnen möchten. In einer sechsteiligen Serie stellt die Sylter Rundschau ausgewählte Konzepte von Architekten vor, die sich einem Kampener Architekturwettbewerb beteiligt haben. Immobilienmakler Ralph Justus Maus hatte anlässlich des 100 Geburtstages der Kampener Ortsgestaltungsatzung zu dem Wettstreit aufgerufen.

Der 3. Teil zeigt den Entwurf aus dem Architekturbüro 2M von Michaela Möller, den sie als „Uralt und doch modern“, beschreibt. „Das Langhaus wurde immer wieder als Vorlage für zeitgemäße Architektur verwendet. Nicht weniger als 7 500 Jahre ist diese Bauweise alt. Aus diesem Erfahrungsschatz heraus die typische Friesenhausarchitektur entstehen zu lassen, war die Herausforderung des kreativen Denkprozesses. Weg von dem Image der schmucken Hauskultur, zurück zur Einfachheit und Andersartigkeit. Grundstrukturen behalten und dennoch neu Ideen einbringen.“ Wohnen bestimmt für Möller das Sein: „Das steinzeitliche Wohnen erahnen und die Gedanken in einer Zeit wieder finden, in der das Leben andere Werte vermittelte. Glas beschützt das Innere und zeigt das Äußere. Tosender Wind steigt scheinbar ein (...), Sonnenstrahlen, die ihren Weg durch das Haus nehmen und wieder ungefragt herausfinden. Alle Naturgewalten und Wetterimpressionen als Inspiration verstehen und überall erfahren dürfen. Mit Glas umgeben, schafft diese Architektur das Drinnen und Draußen zu verschmelzen. Klare Wohnstrukturen bedeuten hier nicht Stringenz sondern Lebensqualität und Wohnkultur. Fischen nach dem Alten und fangen im Neuen. Steinzeit und Moderne sind unmittelbar verbunden. Sie ergänzen sich und in der Zeit losgelöst. Das was früher war kann eben deswegen und trotzdem bestehen.“

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