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Residenz Seeburg auf Sylt : Die Seeburg glänzt bald in neuem Gewand

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Top-Immobilie sollte ursprünglich im Mai fertig werden, Brandschutz und Statikprobleme führen allerdings zu Verzögerung.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2015 | 05:45 Uhr

Die Seeburg gehörte im letzten Jahrhundert zeitweise zu den besten Hotels am Platz – der Legende nach sollen sich hier Showgrößen wie Marlene Dietrich, Hans Albers und Max Schmeling an der Bar verlustiert haben. Aber der Lack ist lange ab. In den letzten Jahren führte das 1903 erbaute Haus in bester Lage an der Ecke Friedrichstraße /Andreas-Dirks-Straße eher ein Aschenputtel-Dasein: Im oberen Bereich gammelten in die Jahre gekommene Ferienwohnungen vor sich hin, im Erdgeschoss befand sich ein charakterloses Bekleidungsgeschäft.

Eigentlich sollte die „Residenz Seeburg“, so heißt das Haus neuerdings, zum Beginn der Badesaison fertig gestellt werden. Aber noch ist der architektonische Leckerbissen voll eingerüstet, es stehen Schutt-Container vor der Tür und im Inneren vom Erdgeschoss existiert nicht mehr als ein Rohbau. „Eigentlich hatten wir die Fertigstellung für Mai geplant“ sagt Projektleiter Reinhard Deventer auf Anfrage der Sylter Rundschau. „Aber es gab bauliche Probleme was den Brandschutz angeht und zusätzlich statische Probleme, das hat uns zeitlich nach hinten geworfen.“ Nun hoffe man auf Fertigstellung im Juli, zumindest was die Wohnungen in den drei Stockwerken über dem Erdgeschoss angeht. Hier entstehen 12 hochwertige Appartements für Feriengäste, das größte misst 120qm und hat Platz für sechs bis acht „anspruchsvolle Gäste“. Alle Wohnungen wurden komplett neu gestaltet, verfügen über Wohn- und Schlafzimmer und zeitgemäße Bäder. „Früher hatten die Wohneinheiten den berühmten Sylter Sperrmüll-Charme, davon ist nichts mehr übrig, wir mussten komplett entkernen. Im Haus gab es null Brandschutz, unverantwortlich, dass man hier jahrzehntelang Wohnungen an Menschen vermietet hat“ berichtet Deventer entsetzt.

Für die Vermietung zuständig ist der Immobilienmakler Ole König. Sein Team übernimmt neben der Schlüsselübergabe auch die Reinigung und den Wäscheservice im Haus. Außerdem entsteht im Keller ein Fitness- und Wellnessbereich mit Sauna, den Gäste vom Haus exklusiv nutzen können und der ebenfalls einer Betreuung bedarf. Eine Rezeption oder einen Concierge wie zu den guten, alten Hotelzeiten wird es allerdings nicht geben.

„Art your life“ steht auf dem riesigen Bauplakat an der Außenfassade, und das ist keine gänzlich leere Phrase: Der Kunsthändler Harry Mensing, der das Haus vor einem Jahr erworben hat, wird seine beiden Westerländer Galerien an dieser 1a-Lage zusammen führen. Auf gut zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Gewerbefläche von 400qm wird er seine Kunst oder kunstartigen Artikel anbieten. Das restliche Drittel ist für die „Icery“ gedacht, eine laut Deventer „gehobene Fast-Food Gastronomie“. Mensing war zwar noch nie Gastronom, hat sich aber für ein übergreifendes Konzept im Erdgeschoss entschieden und behält somit auf der gesamten Verkaufsfläche im Haus die Fäden in der Hand. Seine Galerieräume werden mit der Gastronomie verbunden sein und sich in puncto Einrichtung und Raumkonzept ergänzen. Das tragende Element wird der Verkauf von Eiscreme sein, daneben soll es laut Deventer auch Waffeln und Milchreis geben. An dieser Stelle in der Friedrichstraße nicht unbedingt ein Novum – aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft...

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