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Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 14:07 Uhr

Die Sache mit dem Image...

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Ach ja, kaum klingeln die Kassen auf der Insel mal nicht ganz so laut, gibt es sofort Experten, denen nicht genug Geld (öffentliches, nicht eigenes!) für die Werbung ausgegeben wird. Oder solche, die eine Verbesserung des Images für dringend geboten halten. Ob’s was ändert, darf allerdings bezweifelt werden. Was auf der Ferieninsel Sylt - und in anderen Urlaubsorten - von den handelnden Personen gerne missachtet wird, ist erstens die Abhängigkeit vom Wetter, das sich wirklich niemand länger als drei Tage schönreden lässt, und zweitens die Cleverness des gemeinen Urlaubers.

Der entscheidet sich nämlich nur selten für den Urlaubsort, der am meisten Werbung macht oder sich ein tolles Image gibt, sondern für den, an dem er seine Urlaubsbedürfnisse am besten erfüllt glaubt und wo er sich am wohlsten fühlt. Wer Sonne und Wärme sucht, wird niemals nach Föhr fahren, nur weil sich unsere Nachbarn als „friesische Karibik“ bezeichnen. Wer das raue Nordseeklima, weite Strände und kleinstädtisch-gepflegte Behaglichkeit mag, wird womöglich öfter mal nach St. Peter-Ording fahren, weil man sich dort offenbar mehr um ein gutes Angebot als ein tolles Image gekümmert hat - das verändert sich so nämlich von ganz allein.

Wer also Werbung für die Insel machen und etwas für ihr Image tun will, der kümmert sich also am besten intensiv um seine Gäste und Kunden. Zum Glück gibt es auf der Insel viele richtig gute Gastgeber, die dem Gast mit Charme und Charakter etwas geben, was er woanders vielleicht nicht oder nicht ganz so gut bekommt. Wer das nicht bietet, dem helfen auch keine Image- oder Werbekampagnen.

Was lernen wir also daraus? Von der Politik in Kiel, Berlin und Brüssel muss dringend etwas getan werden, um auf Sylt und nur auf Sylt endlich für verlässlich gutes Wetter zu sorgen. Und es alle drei bis vier Tage vormittags drei Stunden regnen zu lassen, weil sonst niemand shoppen geht.

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