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Autofahren auf Sylt : Die Parkgebühren sollen einheitlicher werden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ein neues Park-Konzept soll für gleiche Tarife sorgen und das Parksystem der Gemeinde Sylt verständlicher machen. Die neuen Pläne sollen kommende Woche im Ortsbeirat Westerland vorgestellt werden.

Wo darf ich parken und wie viel kostet mich das? Um die recht uneinheitlichen Parktarife in der Gemeinde Sylt zu vereinheitlichen und das teils überlastete Parksystem auf Sylt zu entlasten, hat das Bauamt der Gemeinde Sylt ein neues Park-Konzept erstellt, das sich zum größten Teil mit dem Innenstadtbereich von Westerland befasst. Dies soll in der kommenden Woche im Ortsbeirat Westerland vorgestellt werden.

Zusammengefasst sollen die neuen Pläne dafür sorgen, dass...

... Parken am Straßenrand teurer ist als auf Parkplätzen und im Parkhaus. Nach den Plänen des Bauamtes soll in der Saison (1. April bis 31. Oktober) die Stunde an der Straße künftig 1,50 Euro kosten, auf dem Großparkplatz durchgehend nur einen Euro. Der Tageshöchssatz fürs Straßen-Parken soll demnach bei 9 Euro liegen. In der Nebensaison soll ein einheitlicher Tarif, der für alle Parkplätze gilt (50 Cent/1 Stunde, 1 Euro/2 Stunden und 2 Euro pro Tag) erhoben werden.

... Parkhäuser und Parkplätze durch ein neues Verkehrsleitsystem leichter zu finden sind. Die Begründung des Bauamts: Aufgrund einer fehlenden durchgängigen Beschilderung der Großparkplätze und der Tatsache, dass viele Parkplätze von der Straße aus nicht einsehbar seien, gebe es derzeit unnötigen und vermeidbaren Park-Such-Verkehr. Für die Parkhäuser wünscht sich das Bauamt Anzeigen, die den Autofahrer darauf hinweisen, wie viele freie Plätze noch zur Verfügung stehen.

... die Lieferfahrzeuge fest eingerichtete Zonen bekommen, von wo aus die Waren zu Fuß verteilt werden können.

... das Tarifsystem vereinheitlicht wird. „Ein uneinheitliches Tarifsystem, eine uneinheitliche zeitliche Regelung der Parkdauer sowie ein räumliches Durcheinander von gebührenpflichtigen und frei zu nutzenden Parkplätzen erschweren die Begreifbarkeit des Systems“, heißt es dazu vom Bauamt. Während derzeit neun verschiedene Tarife in der Gemeinde Sylt zur Anwendung kommen, sollen es künftig nur noch vier sein. Statt von 10 bis 19 Uhr soll der gebührenpflichtige Zeitraum während der Saison künftig von 11 bis 21 Uhr laufen. Dadurch soll es Syltern und Gästen ermöglicht werden, am Morgen kleinere Besorgungen zu erledigen, ohne für ein Parkticket zahlen zu müssen.

... die Höchstparkdauer sinnvoll angepasst wird. Heißt: An den Bahnhöfen oder am Flugplatz soll die Parkdauer eher kürzer sein, auf den Großparkplätzen am Strand soll es keine Höchstparkdauer mehr geben. Auch hier sollen die Tarife angepasst werden: Während derzeit der Tageshöchstsatz auf Großparkplätzen zwischen 1,50 und 9 Euro liegt, soll er künftig einheitlich fünf Euro betragen.

... Staßenabschnitte, auf denen man nicht wenden kann, die eher schmal sind oder schlecht erreichbar, künftig nur noch von Menschen mit Behinderungen und/oder Lieferverkehr genutzt werden.

Neben diesen Punkten setzt sich das Konzept auch mit dem Parkhaus am ZOB, bei dem das Bauamt unter anderem das günstige Langzeitparken für Unternehmen einschränken möchte, auseinander. Ähnlich sehen die Pläne für den Keitumer und den Morsumer Bahnhof aus: „Es macht nicht nur aus verkehrlicher Sicht wenig Sinn, Handwerker vom Festland dahingehend zu subventionieren, dass man ihnen Parkmöglichkeiten zu günstig und damit für die Gemeinde Sylt nicht kostendeckend anbietet“, heißt es in der Vorlage. Deshalb sollen dort die Gebühren angepasst und „moderat“ angehoben werden. Gleichzeitig weist das Bauamt darauf hin, dass insbesondere der Parkplatz am Keitumer Bahnhof vergrößert werden müsste.

Zudem umfasst das neue Konzept auch neue Regelungen für einzelne Straßenzüge. Die gesamten Pläne sind im Ratsinformationssystem (www.gemeinde-sylt.de) einzusehen – sie sind bei den Vorlagen für den Finanzausschuss zu finden. Nachdem sich der Westerländer Ortsbeirat mit der Vorlage beschäftigt hat, beraten anschließend Bauausschuss und Gemeindevertretung darüber.

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erstellt am 29.Okt.2015 | 05:20 Uhr

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