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Sylter Rundschau

22. November 2017 | 17:57 Uhr

Verkehr auf Sylt : Die Insel der Baustellen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Karawane der Straßenbauer zieht weiter: Während eine Baustelle abgerüstet wurde, müssen sich die Autofahrer andernorts auf neue Behinderungen einstellen.

Die Karawane der Straßenbauer zieht weiter: Die Westerländer Ortsdurchfahrt, die Landesstraße 24, ist seit gestern Nachmittag wieder geöffnet. Aber sobald der Kirchenweg am 7. Juli wieder für den Durchgangsverkehr offen steht, wird der letzte Straßenabschnitt asphaltiert. Am 10. und 11. Juli müssen sich Autofahrer auf dem Bahnweg zwischen Kirchenweg und Kjeirstraße erneut auf Behinderungen einstellen.

Seit dem 15. Mai ist die Durchfahrt des Kirchenweges vor dem Westerländer Bahnhof gesperrt. Autofahrer, die vom Trift nach rechts in Richtung Tinnum und Wenningstedt abbiegen wollen, werden weiter geradeaus über den Bahnweg geführt. Am kommenden Freitag, 7. Juli, soll der Kirchenweg vor dem Bahnhof wieder geöffnet werden.

Nur Anlieger dürfen am Keitumer Kreisverkehr derzeit in die Munkmarscher Chaussee einfahren.
Nur Anlieger dürfen am Keitumer Kreisverkehr derzeit in die Munkmarscher Chaussee einfahren.

Bei den Asphaltierungsarbeiten am 10. und 11. Juli auf dem Bahnweg warnt der Landesbetrieb Straßenbau (LBV. SH) jetzt schon vor starken Beeinträchtigungen für die Autofahrer. So könnte  die neugewonnene Freiheit, zur Autoverladung aus Richtung Norden nicht mehr über die Tinnumer Brücke fahren zu müssen, stundenweise wieder  zur besseren Alternative werden. Appell der Landesbauverwaltung: „Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich den wechselnden Baufeldern aufmerksam zu nähern und den Umleitungsempfehlungen zu folgen.“

Ausgedient haben seit gestern die Umleitungsschilder am südlichen Ortseingang von Westerland. Wer in den Norden der Insel möchte, muss nun nicht mehr den Umweg über die Bäderstraße und den Ringweg durch Tinnum inkaufnehmen. Geplant war die Sperrung bis zum 31. Mai. Anwohner und Ortskundige hatten sich aber schon seit Monaten nicht mehr von dem Verkehrsschild „Durchfahrt verboten“ beeindrucken lassen. Nachdem die Straßenbauer die Verschleißdecke aufgetragen hatten, ließ noch die Installation der Ampelanlage am Industrieweg auf sich warten. Nun hat die Signalanlage ihre Sicherheitsprüfung  bestanden, das Teilstück konnte gestern mit vierwöchiger Verspätung wieder geöffnet werden.

Zu Verkehrsbehinderungen kommt es schon in der kommenden Woche auch auf der L24 zwischen Westerland und Wenningstedt: Am Dienstag, 4. Juli, ist ein Kran im Einsatz, um das Mittelstück der „Holzbrücke“ auszubauen. Der Landschaftszweckverband rechnet mit einer Vollsperrung der L24  von 7 bis 10 Uhr. Die mit einer Holzverschalung ausgestattete Betonbrücke für Fußgänger und Radfahrer war am  3. April schwer beschädigt worden, als ein Kranwagen mit seinem Ausleger gegen das Bauwerk krachte. Für die Reparaturarbeiten  an den Tragbalken der Konstruktion muss das  mittlere Brückenteil ausgebaut werden.

Der Kirchenweg zwischen Trift, Bahnweg und Kjeirstraße soll erst am nächsten Freitag wieder für den Fahrzeugverkehr geöffnet werden. Der Bau eines Regenrückhaltebeckens hatte sich verzögert.
Der Kirchenweg zwischen Trift, Bahnweg und Kjeirstraße soll erst am nächsten Freitag wieder für den Fahrzeugverkehr geöffnet werden. Der Bau eines Regenrückhaltebeckens hatte sich verzögert.

Besonders ärgerlich, weil die Brücke erst im vergangenen Jahr renoviert worden war. Nun steht sie Fußgängern und Radfahrern wieder nicht zur Verfügung – nach jüngsten Einschätzungen etwa bis Ende August. Zunächst hatte die Verwaltung sogar eine Sperrung bis zum Jahresende angekündigt. Bis zur Wiedereröffnung müssen Radfahrer und Fußgänger die nächstgelegene Überwegung am Wenningstedter Kreisverkehr oder am Westerländer Bahnweg nehmen – das Überqueren der zweieinhalb Kilometer langen Landesstraße dazwischen ist verboten. Dennoch sieht man immer wieder Fußgänger und Radler, die in waghalsigen Manövern über die Böschung klettern und über die Landesstraße laufen. „Es besteht Lebensgefahr“, warnt deshalb Peer Knuth vom Landschaftszweckverband – nicht zuletzt für nachahmende Kinder.

Der Straßenbau in Westerland ist also auf der Schlussgeraden, dafür sind nun die Bauarbeiter an der Kreisstraße 118 im Einsatz. Zwischen Keitumer Kreisverkehr und Fährhaus Munkmarsch wird die Straße abgefräst und neu asphaltiert. Die meisten Autofahrer würden sich an die Umleitung halten, teilte die Landesbauverwaltung mit. Der Umweg führt über die Keitumer Landstraße und den Wenningstedter Kreisverkehr. Am Montag, 10. Juli, werden die ersten Bereiche der Fahrbahn asphaltiert. Dabei werden Beeinträchtigungen des Anliegerverkehrs und des Busverkehrs nicht zu vermeiden sein, weil die Straße für eine einspurige Verkehrsführung zu schmal ist. Ralf Henningsen

 

 

 

 

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