Ruderschaden im Sturm : DGzRS rettet Fischkutter vor Sylt

Die „Pidder Lüng“ ist in List auf Sylt stationiert.

Die „Pidder Lüng“ ist in List auf Sylt stationiert.

Mit einer 230 Meter langen Schleppverbindung brachten die Seenotretter den Havaristen durch den Sturm in den sicheren Hafen.

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14. Dezember 2017, 11:59 Uhr

List | Einsatz für die Seenotretter der DGzRS vor Sylt: In schwerer See hat die Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Pidder Lüng“ am Mittwoch den niederländischen Fischkutter „Simone“ mit zwei Fischern an Bord in Sicherheit gebracht.

Der Kutter hatte bei stürmischem Wetter mit hohem Seegang einen Ruderschaden erlitten. Die Fischer hatten bereits morgens Schwierigkeiten mit der Ruderanlage gemeldet. Sie waren zu diesem Zeitpunkt etwa 13 Seemeilen (ungefähr 23,5 Kilometer) westlich von Sylt beim Fischen. Die Besatzung schaffte es jedoch nicht die Probleme mit Bordmitteln zu lösen. Im freien Seeraum gelang es dem Kapitän des Kutters schließlich das Schiff so treiben zu lassen, dass die Seenotretter eine Schleppverbindung herstellen konnten.

Seenotrettungskreuzer „Pidder Lüng“ schleppt den Fischkutter „Simone“.
DGzRS/Die Seenotretter

Seenotrettungskreuzer „Pidder Lüng“ schleppt den Fischkutter „Simone“.

 

Wegen des schweren Wetters entschied sich die Besatzung der „Pidder Lüng“ dazu den Havaristen nach Havneby in Dänemark zu schleppen. Sturmböen von neun Beaufort (bis 88 km/h) erschwerten den Einsatz. Die Schleppreise dauerte Stunden. Zur Sicherheit hatten die Seenotretter 230 Meter lange Trosse ausgebracht. Gegen 16.30 Uhr erreichte der Schleppverband sicher den Hafen.

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