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Inselbaumeister : Deutschlands dienstältester „scharfer Hund“ geht in Rente

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Er hat über 32 Jahre das Antlitz der Insel mitgeprägt. Gestern wurde Inselbaumeister Wolfgang Knuth in den Ruhestand verabschiedet.

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erstellt am 14.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Das Westerländer Rathaus-Foyer, dem er selbst wieder zu historischem Glanz verholfen hatte, bot gestern Nachmittag die Kulisse für die offizielle Verabschiedung von Wolfgang Knuth als Leiter des Inselbauamtes. Neben Kollegen, Freunden und Weggefährten waren zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens der Einladung der Gemeinde Sylt gefolgt – und vermutlich froh darüber, dass es als erstes eine Stärkung am kalten Büfett gab.

Der Rückblick auf eine 32-jährige Karriere als Stadt- und Inselbaumeister sowie die Liste der Redner ließ erahnen, dass die Würze bei diesem Abschied nicht unbedingt in der Kürze liegen würde. Und so durfte sich der Geehrte über reichlich Lob und Anerkennung freuen. Etwa als ihn Bürgermeisterin Petra Reiber als „Deutschlands dienstältesten scharfen Hund“ titulierte, der seit 1981 allzu gierigen Maklern und Bauherren sowie deren Architekten das Leben schwer gemacht hat. Während Bürgervorsteher Peter Schnittgard vor allem Knuths Witz und Wortgewandtheit bei den legendären Boßelturnieren gegen die Marine hervorhob und Bibelexperte Alexander Schick dessen christliche Lebenseinstellung würdigte, gab ihm sein Ex-Kollege Wolfgang Strenger als heutiger Lister Bürgermeister den Rat: „Gehe nicht in die Politik, sonst hast du gar keine Zeit mehr.“ Der Schlussvortrag gebührte dem Ruheständler selbst, der einmal mehr seinem Ruf als Mann der ironisch-feinen Zwischentöne gerecht zu werden wusste.

 

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