Syltklinik : Deutsche Kinderkrebsstiftung will Angebot in der Sylter Rehaklinik verbessern

Klinikleiter Ingo Mansen, Anette Baumert (AWO Hannover), Bürgermeisterin Kathrin Fiefeik, Ulrich Ropertz und Jens Kort (Vorsitzender / Geschäftsführer der Kinderkrebshilfe; v.l.) .
Klinikleiter Ingo Mansen, Anette Baumert (AWO Hannover), Bürgermeisterin Kathrin Fiefeik, Ulrich Ropertz und Jens Kort (Vorsitzender / Geschäftsführer der Kinderkrebshilfe; v.l.) .

Der neue Eigentümer der Syltklinik in Wenningstedt stellt Zukunftspläne für die Klinik vor. Die nötigen Investitionen würden bereitgestellt, betonte der Vorsitzende der Stiftung Ulrich Ropertz.

von
07. Mai 2015, 06:30 Uhr

Nach Jahren der Unsicherheit über die Zukunft der Syltklinik, in der krebskranke Kinder und ihre Familien betreut werden, erläuterten die neuen Eigentümer gestern ihre Ziele für die Wenningstedter Einrichtung. Die Klinik wird vom AWO-Bezirksverband Hannover an die Deutsche Kinderkrebsstiftung der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe verkauft (wir berichteten).

Die Deutsche Kinderkrebsstiftung ist nach Aussage ihres Vorsitzenden Ulrich Ropertz „gewillt und in der Lage, die Arbeit der Syltklinik dauerhaft zu sichern“. Dafür werde sie die erforderlichen Investitionen bereitstellen, betonte Ropertz vor Mitarbeitern der Rehaklinik für Familien mit einem krebskranken Kind in Wenningstedt. Ein entsprechender Investitionsplan werde mit der Klinikleitung und den Mitarbeitern abgestimmt.

Gemeinsam mit den Mitarbeitervertretern solle nach Möglichkeiten und Wegen gesucht werden, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Außerdem seien Neueinstellungen zur Erweiterung des therapeutischen Angebots geplant. Nach Einschätzung des Stiftungsvorsitzenden kann die Deutsche Kinderkrebsstiftung die Versäumnisse der vergangenen Jahre allerdings nicht in einem einzigen Schritt aufholen. Ropertz versprach den Mitarbeitern aber unmittelbare Verbesserungen für die Übergangszeit und dankte ihnen zugleich für ihre engagierte Arbeit – auch in Zeiten, in denen die Perspektive der Klinik nicht klar gewesen sei.

„Die Deutsche Kinderkrebsstiftung ist nun in einer neuen Situation“, sagte der Vorsitzende. Als Vertretung betroffener Eltern habe man an der Entwicklung des Konzeptes einer familienorientierten Rehabilitation für krebskranke Kinder mitgewirkt. „Durch die Übernahme der Syltklinik haben wir jetzt die Möglichkeit, das Angebot für die betroffenen Familien weiter zu verbessern. Die große Nähe der Stiftung zur Arbeit der Klinik gewährleistet auch ein hohes Maß an Identifikation mit dem therapeutischen Angebot der Einrichtung. Darin liegt eine große Chance für die Zukunft.“

Ropertz wies darauf hin, dass die langwierigen Verhandlungen viel Geduld erfordert hätten. Man sei erfreut, dass es nach drei Jahren jetzt zu einem Abschluss gekommen sei. Daran hätten auch die Vertreter des bisherigen Trägers der Klinik, der AWO Hannover, entscheidend mitgewirkt.

Die Vertreterin des AWO Bezirksverbandes Hannover, Annette Baumert, unterstrich, dass man mit der Deutschen Kinderkrebsstiftung den „Wunschpartner“ für die Syltklinik gefunden habe: „Es ist gewährleistet, dass mit diesem neuen Träger die Einrichtung für die Familien mit krebskranken Kindern in den besten Händen ist“.

Auch Bürgermeisterin Katrin Fifeik zeigte sich erfreut und begrüßte ausdrücklich die neue Entwicklung. Zum Wohle dieser Aufgabe habe die Gemeinde in der Vergangenheit Bauplanänderungen und der Erweiterung zugestimmt. Diesen Betrieb trotz aller Unsicherheiten weitergeführt zu haben sei ein großes Verdienst aller Mitarbeiter der Klinik. „Ich wünsche der Klinik, dass die enorme Spendenbereitschaft jetzt wieder mehr Fahrtwind bekommt und somit diese sinnvolle Arbeit ihre Anerkennung findet“, sagte die Bürgermeisterin.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen