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Surfclub Sylt : Der Traum vom Clubhaus rückt näher

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Planungen des Surfclub Sylt für ein festes Domizil am Brandenburger Strand schreiten voran. Der ersehnte Neubau wird jedoch nur mit Zuschüssen und Sponsoren realisierbar sein.

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erstellt am 24.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Markus Mager und seine Mitstreiter surfen zurzeit auf einer Welle der Euphorie: Fünf Jahre nach seiner (Neu-)Gründung steht der Surfclub Sylt kurz vor der Erfüllung seines größten Traums, dem Bau eines eigenen kleinen Clubhauses am Brandenburger Strand. Wenn alles klappt, könnte dort, wo den Wellenreitern jetzt noch ein kleiner Bauwagen als Treffpunkt und Materiallager dient, schon im kommenden Sommer eine schmucke Holzhütte stehen.

Wie sehr die rund 150 aktiven Mitglieder (darunter 62 Jugendliche) auf ein festes Club-Domizil warten, merkt man, wenn Mager dessen Verwendungszwecke aufzählt: „Der Bauwagen platzt schon lange aus allen Nähten, die Aktiven sehnen sich vor allem in der kälteren Jahreszeit danach, direkt am Strand duschen, sich umziehen und ihr Material lagern zu können. Außerdem müsste der Vorstand nicht mehr alles zuhause im Wohnzimmer erledigen. Kurzum: die Hütte soll ein Treff- und Anlaufpunkt für alle werden.“ Und zwar einer ohne W-Lan oder Spielekonsole, damit sich die Kids voll und ganz auf den Sport und das Miteinander einlassen können. Wie überhaupt ein Großteil der Vereinsaktivitäten dem Nachwuchs gewidmet ist, um dessen Bewusstsein für den eigenen Körper und die Einzigartigkeit der Insel-Natur zu fördern. Ziel des Clubs ist es, jedem Sylter Kind und Jugendlichen die Chance zu geben, das Wellenreiten kennen zu lernen und  sie dazu zu motivieren, dabei zu bleiben.

Im Rahmen des insularen Strandversorgungskonzeptes ist für den Club – der nur Insulaner als Mitglied aufnimmt und sich als Gegengewicht zu kommerziellen Events versteht – der Standort am Brandenburger Strand (direkt neben der Surfschule) vorgesehen. „Für uns ist auf einem 100 Quadratmeter großen Podest ein 67 Quadratmeter großer Holzbau möglich“, sagt Markus Mager. Wie der aussehen soll, zeigt das Modell (Maßstab 1:100), das die angehende Architektin Ursi Dünne nach den Plänen von Sonja Beckmann-Visser gebaut hat. Um die bauliche Umsetzung wird sich Tim Steindorf kümmern – alle drei selbst Clubmitglieder.

Das Clubhaus wird aus zwei Teilen bestehen: zum einen dem 35 Quadratmeter großen Clubraum, zum anderen dem Sanitärbereich. Unter dem Podest wird der nötige Lagerraum für Boards und Material entstehen. Die gesamten Baukosten inklusive Erschließung werden sich auf rund 330 000 Euro belaufen, wobei der Club von einem hohen Maß an Eigenleistungen ausgeht. Dennoch wird der kleine und noch junge Verein das Projekt Clubhaus nicht ohne Zuschüsse und Sponsoren realisieren können. Ein erstes positives Signal gab in der vergangenen Woche der Jugend- und Sportausschuss der Gemeinde Sylt, der sich für einen 60 000-Euro-Zuschuss ausgesprochen hat. Mager: „Weitere Spenden wurde uns bereits in Aussicht gestellt und alle Sylter Firmen sind herzlich eingeladen, eines der Gewerke als Spende zu übernehmen, falls sie den Club gerne unterstützen wollen.“

Neben der Gemeinde Sylt unterstützt auch der Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) das Projekt maßgeblich, indem er das Grundstück zur Verfügung stellt und die Planung begleitet. Tourismusdirektor Peter Douven: „Ich sehe es zum einen als soziale Verpflichtung des ISTS gegenüber der Sylter Jugend. Authentischer als auf dem Wasser kann man die Kids auf einer Insel nicht beschäftigen. Zum anderen finde ich es gut, wenn es am Strand eine natürliche Mischung von Einheimischen und Urlaubern gibt. Wir alle leben nun einmal vom Tourismus und da sollten beide Seiten Verständnis füreinander haben.“

Mehr über den Club unter www.surfclubsylt.de

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