zur Navigation springen
Sylter Rundschau

14. Dezember 2017 | 05:34 Uhr

„Der Sylt-Wein wird kein Säuerling“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach vier Jahren ist der Keitumer Weinberg reif für seine Jungfernlese

von
erstellt am 08.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Vor vier Jahren hat der Rheingauer Winzer Christian Ress auf der Nordseeinsel Sylt 3000 Quadratmeter mit Reben bepflanzt. Am kommenden Sonntag will er nun die erste Ernte einfahren. „Wir werden keinen Säuerling ins Glas bringen“, versichert er. Die Mostgewichte der weißen Solaris-Trauben seien vielversprechend.

Solaris ist eine Züchtung, die an Standorte im hohen Norden angepasst ist. Die Trauben reifen sehr früh. Außerdem ist die Frucht pilzresistent. „Das hilft uns in den letzten Wochen vor der Ernte, wenn es üblicherweise reinregnet“, sagt Ress. Im Herbst gebe es auf Sylt deutlich mehr Niederschläge als im Rheingau.

Im ersten Jahr soll der Wein vor allem an die 555 Weinfreunde gehen, die in Keitum einen Rebstock gepachtet haben. Der Handel hat aber für die kommenden Jahre schon vorbestellt - zu 69 Euro die Flasche.

Von der Qualität des Weines ist auch Steffi Dohle überzeugt, die die Weinreben seit einem Jahr regelmäßig pflegt: „In diesem Jahr lief alles doppelt gut“, sagt die Morsumerin rückblickend. Als größter Feind der Pflanzen, haben sich nicht etwa insektengroße Parasiten erwiesen, sondern Edelgeflügel: „Wir schützen die Weinreben mit Plastiknetzen gegen Fasane.“ Täte man dies nicht, so würden die Vögel den Wein in kurzer Zeit abfressen, so Dohle.

Am Sonntag hat der Wein schließlich alle drohenden Gefahren überstanden und ist bereit für seine Jungfernlese. Mit einer Veranstaltung für geladene Gäste, die unterhaltsam und informativ werden soll, wird Winzer Christian Ress diese spezielle Premiere dann am Fuße seines Sylter Weinbergs feiern.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen