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Sylter Rundschau

18. August 2017 | 07:36 Uhr

Aufruf: Sammeln auf Sylt : Der Sylt-Sammler

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In unserer neuen Serie suchen wir Sylter, die etwas besonderes sammeln. Den Anfang macht Frank Deppe, dessen Herz für Sylter Postkarten und Streichholzschachteln schlägt. Und was sammeln Sie?

Nagellack-Fläschchen, Knöpfe, Fingerhüte: Sammeln kann man so ziemlich alles. Neben den klassisch bekannten Leidenschaften für Briefmarken, Münzen und Modellautos gibt es Sammler, die ihr Herz an Plastiktüten, Mickey-Mouse-Figuren, Kronkorken oder antike Schnupftabakdosen verloren haben. Der Wert einer Sammlung ist dabei oft ideell, in anderen Fällen muss für ein Objekt der Begierde aber auch mal tief in die Tasche gegriffen werden.

Die Sylter Rundschau möchte sich ab sofort in einer Serie den Sammelleidenschaften der Insulaner widmen und ruft alle Sammelwütigen auf, sich zu melden und ans Licht zu holen, was sich in den Kisten, in den Kellern oder in den Vitrinen befindet.

Unser erster Sammler ist Autor Frank Deppe: Seine Augen leuchten, während er Seite um Seite seines riesigen Sammelalbums aufschlägt, in dem sich ordentlich und thematisch nach Motiven geordnet etliche historische Ansichtskarten von Sylt in Einschubfächern befinden. Seit zirka zehn Jahren sammelt der Morsumer Journalist und Buchautor mit großer Begeisterung historische Ansichtskarten von Sylt. Aber nicht nur die Karten haben es ihm angetan, auch Streichholzschachteln und -briefchen, historische Bücher und Porzellan haben seine Sammelwut geweckt- Hauptsache, es besteht ein Sylt-Bezug.

Für seine teuerste Ansichtskarte, eine seltene Seidenkarte mit dem Motiv der Westerländer Promenade, hat Deppe 50 Euro bezahlt, aber jedes Stück in seiner über 1000 Exemplare großen Sammlung ist für ihn wertvoll. Der Schwerpunkt seiner Leidenschaft ist nicht nur wahllos auf Karten mit Sylt-Motiven ausgerichtet, speziell interessiert er sich für historische Karten aus den Jahren 1895 bis 1908: „Die Motive sind querbeet, allerdings ist das besondere, dass die Rückseite der Ansichtskarten nur der Anschrift vorbehalten war. Der Text wurde vorne zum Motiv geschrieben“, erklärt er. Die Karten ersteigere er hauptsächlich im Internet, sie kommen aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien, je nachdem wo die Karte mal gelandet ist.

Doch nicht nur Ansichtskarten sind Objekte seiner Sammel-Begierde: Seit seiner Schulzeit sammelt er Streichholzschachteln und -briefchen aus Sylter Betrieben. „Vor über 30 Jahren habe ich mit ein paar Schulfreunden damit angefangen und habe das über die Jahre mal mehr und mal weniger fortgeführt“, so der Autor. Er sei immer wieder überrascht, welche Erkenntnisse die mittlerweile 900 Schachteln bringen können: „Einen Großteil der Streichhölzer habe ich aus gastronomischen Betrieben der Insel. Man glaubt gar nicht, wie immens der Wandel in diesem Bereich ist. Die Streichholzschachteln dokumentieren anschaulich, wie viele Betriebe in den letzten 30 Jahren geschlossen haben.“

 

Sammeln Sie auch etwas, oder kennen Sie jemanden, dessen Herz für eine besondere Sammelleidenschaft schlägt? Wir möchten gerne darüber berichten. Ganz egal, was es ist, melden Sie sich bei uns unter redaktion.sylt@shz.de oder der Telefonnummer 04651/98141384.

 

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erstellt am 17.Feb.2015 | 04:51 Uhr

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