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Sylter Rundschau

17. August 2017 | 10:19 Uhr

Weltumrundung : Der schwere Weg nach Europa

vom

Drei Tage vor dem Start der olympischen Spiele sitzen der Sylter Weltumrunder Dieter Albrecht und seine "Kollegen" noch immer in China. Eigentlich wollten sie schon längst in Russland sein...

Sylt | So langsam wird Dieter Albrecht ungeduldig. Nurmehr 20 Tage verbleiben ihm und den 31 anderen Weltumrundern, um ihr Ziel München pünktlich am 24. August zu erreichen. Heute morgen sollten die Wohnmobile mit der Fähre aus Japan ankommen. Die größte Hürde stand ihnen da noch bevor: der chinesische Zoll.
Jeder wird genau kontrolliert

"Sie machen es uns momentan nicht gerade einfach", sagt Albrecht. "Kurz vor Olympia haben sie ihre Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft." Jeder, der nach China kommt, ob Mensch oder Auto, werde genauestens kontrolliert. "Geht das so weiter, sitzen wir noch hier, wenn Olympia längst vorbei ist."

Albrecht ist dennoch optimistisch, dass alles glatt geht und die Reise im Wohnmobil heute noch fortgesetzt werden kann. "Dann müssen wir uns aber wirklich beeilen."
Die richtige Tour beginnt erst jetzt

Die nächsten Ziele auf der Weltreise sind die Mongolei und Russland. Länder, in denen es aufgrund der schlechten Straßen und Wege schwierig wird, die 500 Kilometer am Tag zu fahren, die nötig sind, um den neuen Rekord aufzustellen. "Die richtige Tour beginnt für meine Frau und mich erst jetzt, kurz vor Schluss", erzählt Albrecht.

Den größten Teil ihrer nächsten Tage werden sie wieder im Wohnwagen verbringen und sich dabei wohl auch des Öfteren an China zurückerinnern. Auf der chinesischen Mauer waren sie ebenso wie in Peking, der Hauptstadt. Das größte Problem in China sei für ihn die Verständigung gewesen. Einmal, so Albrecht, habe er ein überlagertes Eis gegessen und danach einen Schnaps trinken wollen. "Man hat mich aber nicht verstanden." Fünf Kellner hätten sich um ihn geschart und es letztendlich gemeinsam geschafft, ihm seinen Wunsch zu erfüllen. "Die anderen Leute müssen gedacht haben, ich bin verrückt", erzählt Albrecht lachend.

Für verrückt wird man ihn und die anderen Weltumrunder spätestens dann erklären, wenn sie trotz aller Schwierigkeiten pünktlich in München ankommen. Eine Bezeichnung, mit der dann alle sehr gut leben könnten.

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erstellt am 05.Aug.2008 | 08:31 Uhr

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